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Technische Analyse : Der Tec-Dax kommt in Fahrt

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Bild: dpa

Im Tec-Dax, der vor kurzem 10 Jahre alt geworden ist, verbessert sich die mittelfristige technische Gesamtlage weiter. Anleger sollten Aktien mit einer qualitativ hochwertigen technischen Lage oder einer Comeback-Chance kaufen.

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          Mit dem Rückenwind der intakten technischen Hausse im technologielastigen amerikanischen Nasdaq-Composite-Index hat der Tec-Dax im Jahr 2013 bereits eine höhere Aufwärtsdynamik und größere Kursgewinne als der Dax, der M-Dax und der S-Dax entwickelt. Da die technische Gesamtlage auf eine Fortsetzung dieser Hausse hindeutet, bietet sich weiterhin ein Index-Investment an.

          Technische Neuengagements bei Tec-Dax-Einzelwerten sollten aber weder bei technisch schwachen Titeln noch bei Aktien mit einem mittelfristig stark überkauften Charakter vorgenommen werden. Im Fokus von (Zu-)Käufen sollten entweder Aktien mit einer qualitativ hochwertigen technischen Lage, wie zum Beispiel bei Bechtle, Carl Zeiss Meditec und Qiagen, oder Aktien mit einer mittel- und langfristigen technischen „Comeback-Chance“ wie bei Jenoptik und bei Nordex stehen.

          „Abgekoppelt“ vom Nasdaq-Composite-Index

          Der Tec-Dax, der vor gut 10 Jahren als Nachfolger für den damals vorliegenden Nemax 50 entwickelt wurde, umfasst die deutschen Aktien unterhalb des Dax, die aus den Bereichen Technologie, Hochtechnologie, Bio- und Medizintechnik, Halbleiter, Telekommunikation, Software und Internet stammen. Der Index befindet sich seit der technischen Bodenformation zum Jahreswechsel 2002/2003 (Start bei zirka 306 Punkten) in einer moderaten Hausse-Bewegung. Diese wird durch einen zentralen, sehr langfristigen Hausse-Trend, der aktuell bei zirka 480 Punkten liegt und für die aktuelle technische Lage nur eine untergeordnete Bedeutung aufweist, begrenzt.

          Seit dem Jahreswechsel 2007/2008 und einem Kursniveau um 1060 Punkte (Widerstandszone) hat sich der Tec-Dax von der Kurstendenz und der moderaten Hausse im amerikanischen Nasdaq-Composite-Index „abgekoppelt“. Hauptverantwortlich für diese mittelfristige Relative Schwäche waren die Titel aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, die mit ihrer Kursschwäche den Index insgesamt mit zirka 330 Punkten belastet haben.

          Intakte Marktbreite

          Nun, wo diese Titel aus dem Index herausgefallen sind, hat sich der Tec-Dax wieder an die Hausse im Nasdaq-Composite-Index „angekoppelt“. Als technische Konsequenz arbeitet der Tec-Dax am nachhaltigen Verlassen der Seitwärtspendelbewegung, die seit dem Jahreswechsel 2007/2009 besteht. Mit Hilfe des intakten Hausse-Trends, der im Oktober 2011 bei 617 Punkten startete, und der vielen Kaufsignale ist der Index jetzt bis an das technische Etappenziel von 950 Punkten (Widerstandszone aus dem Jahr 2011) gelaufen. Auch wenn es jederzeit zu einer trendbestätigenden Konsolidierung kommen kann, so signalisieren die hohe technische Qualität der Tec-Dax-Hausse und die intakte Marktbreite (steht für die isolierte technische Lage der einzelnen Tec-Dax Werte), dass der Index auf Klettertour bleiben sollte. Als Konsequenz sollte das neue mittelfristige technische Etappenziel im Test der Widerstandszone um 1060 Punkte liegen.

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