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„Tag der Aktie“ : Kostenfreier Aktienkauf lockt

Zum „Tag der Aktie 2015“ übersprang der Dax die 12.000 Punkte. Bild: dpa

Acht Banken bieten am Mittwoch den kostenlosen Aktienkauf an. Das allein garantiert aber keinen Erfolg. Die Kursbilanz seit dem letztem Tag der Aktie fällt gemischt aus.

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          Es gibt fast nichts, für das nicht ein Tag des Jahres reserviert ist: für die Freundschaft, den Wald oder den gesunden Rücken wie an diesem Dienstag. Am kommenden Mittwoch jedenfalls ist der Tag der Aktie. Dieser Tag als solcher ist vor gut einem Jahr von der „Aktion pro Aktie“ ins Leben gerufen worden, an der die Direktbanken Comdirect, Consors, DAB, ING-Diba und Maxblue beteiligt sind. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, die Aktienkultur in Deutschland zu fördern.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Denn nach Daten des Deutschen Aktieninstituts halten nur 6,8 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter von 14 Jahren an direkt Aktien. Die Zahl der Aktionäre ist demnach im Jahr 2015 um gut 6 Prozent auf 4,4 Millionen gestiegen, vor allem durch die Zunahme der Belegschaftsaktionäre. Anleger, die Aktien- oder Mischfonds besitzen, also indirekt in Aktien investiert sind, summieren sich hierzulande auf 6,1 Millionen Menschen.

          Den Tag der Aktie sollten sich gleichwohl die Anleger merken, die derzeit in Aktien oder börsengehandelte Fonds (ETF) investieren wollen. Denn an diesem Tag zahlen Privatanleger beim Kauf von Dax-Aktien und ausgewählten Dax-ETF über den Handelsplatz Börse Frankfurt keine Ordergebühren oder zusätzliche eigene und fremde Entgelte. Die Börse Frankfurt verzichtet auf die Börsengebühr. Zu den beteiligten Kreditinstituten zählen neben den fünf Direktbanken auch die Commerzbank, 1822 direkt und die Augsburger Aktienbank. Das Angebot gilt für Orders von 1000 Euro an.

          Der erste Tag der Aktie im vergangenen Jahr war auf den ersten Blick ein Erfolg: Nach Angaben der Börse erreichten die Umsätze in den Dax-Aktien das 6,5-Fache des üblichen Tagesdurchschnitts. Doch eine solche Ein-Tages-Strategie kann auch ohne Gebühren riskant sein. Denn viele Anleger hatten mit ihrer Anlage bisher wohl wenig Glück. Am Montag bewegte sich der Dax rund um 10.000 Punkte. Vor einem Jahr waren es gleichwohl fast 2000 Punkte mehr.

          Ein Anleger hätte also mit einer Dax-Anlage seither rund 17 Prozent verloren. Seit einem Jahr am besten abgeschnitten haben Adidas. Hier hätten Aktionäre einen Kursgewinn von gut 40 Prozent erzielt. Deutsche Lufthansa und Fresenius bringen es noch jeweils auf ein Kursplus von 15 Prozent. Mit RWE oder Volkswagen hätten Anleger aber mehr als die Hälfte des eingesetzten Kapitals verloren.

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