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Umweltvergehen : Staatsanwalt klagt K+S-Chef an

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Der Vorstandsvorsitzende der K+S AG, Norbert Steiner, ist im Fokus der Staatsanwaltschaft. Bild: dpa

Erst fliegt die K+S-Aktie aus dem Dax. Nun macht der Staatsanwalt die Klage gegen den Topmanager des Unternehmens bekannt. Der Ausgang ist offen.

          Der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner und der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Bethke des noch bis 18. März im Dax notierten K+S-Konzerns sind wegen Gewässer-Verunreinigung und unerlaubtem Umgang mit Abfällen angeklagt worden. Die Anklage war bereits seit einiger Zeit bekannt, an diesem Freitag bestätigte die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen, dass sich die Vorwürfe auch gegen die beiden Topmanager richten.

          Angeklagt sind insgesamt 14 K+S-Mitarbeiter, darunter auch weitere Vorstandsmitglieder, sowie zwei Mitarbeiter und ein ehemaliger Mitarbeiter des Thüringer Landesbergamtes. K+S wollte sich dazu nicht äußern.

          Börse reagiert kaum

          Es geht um 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabwasser, das das Unternehmen zwischen den Jahren 1999 und 2007 in den Erdboden gepumpt haben soll. Die Genehmigung dafür erteilte das Landesbergamt, obwohl aus Sicht der Ermittler die wasserrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Laut Staatsanwaltschaft muss zwischen K+S und den Behördenvertretern ein Einverständnis darüber bestanden haben, „dass die Genehmigungen rechtlich nicht zu vertreten gewesen sind“.

          Das Unternehmen hält die Vorwürfe für unbegründet und die erteilten Genehmigungen für rechtmäßig. Das Landgericht Meiningen muss nun prüfen, ob es ein Hauptverfahren eröffnet.

          An der Börse wurde bisher die Nachricht nicht negativ aufgenommen. K+S-Titel knüpften an ihre nun einwöchige Erholungsbewegung an. Sie zählten mit plus 0,60 Prozent zu den Gewinnern im Dax. Die Kursbilanz seit Jahresbeginn bleibt aber enttäuschend: Mit einem Minus von fast 12 Prozent entwickelte sich das Papier schlechter als der deutsche Leitindex.

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