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Spielzeughersteller : Hasbro-Aktie fährt spielend Kursgewinne ein

  • Aktualisiert am

Star Wars-Produkte von Hasbro sind beliebt bei Kids Bild:

Nach einer Restrukturierung laufen bei Hasbro die Geschäfte gut. Das belegen besser als erwartete Quartalszahlen. Die Aktie des weltweit zweitgrößten Spielzeugherstellers hat sich dadurch mehr als verdoppelt.

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          Eine eindrucksvolle Kurswende hat die Hasbro-Aktie hingelegt. Nachdem das amerikanische Unternehmen vor einigen Jahren ins Trudeln geraten war, haben die danach eingeleiteten Restrukturierungen offenbar zum Erfolg geführt.

          Dafür sprechen nicht nur die am Montag nach Börsenschluß veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal. Den Angaben zufolge hat der weltweit nach Mattel zweitgrößte Spielzeughersteller den Gewinn um 23 Prozent auf 68,5 Millionen Dollar oder umgerechnet 38 Cents gesteigert. Der Umsatz verbesserte sich gleichzeitig um 18 Prozent auf 971,1 Millionen Dollar.

          Unter Ausklammerung einer Bilanzierungsänderung belief sich der Gewinn je Aktie auf 48 Cents. Analysten hatten hier mit 42 Cents und beim Umsatz mit 848 Millionen Dollar gerechnet. Positiv stimmt die Tatsache, daß sich die Verbesserungen quer durch alle Bereiche ziehen und Hasbro dank einem gelungenen Mix aus alten und neuen Produkten gut aufgestellt zu sein scheint.

          Aktienkurs nahe am Vierjahreshoch

          Dem Aktienkurs hat die Hoffnung auf positive Zahlen bereits vor ihrer Veröffentlichung am Montag ein weiteres Tagesplus von 5,14 Prozent auf 21,70 Prozent beschert. Damit ist der Titel in diesem Jahr schon um 79 Prozent gestiegen und nach einer Kursverdoppelung seit Oktober 2002 bewegt sich die Notiz dadurch fast auf einem Vierjahreshoch.

          Beobachter zeigten sich erfreut über das vorgelegte Zahlenwerk. „Hasbro hatte ein sehr gutes Quartal. Umsatz und Ergebnis sind über unseren Schätzungen ausgefallen“, kommentierte beispielsweise Anthony Gikas, Analyst bei U.S.Bancorp Piper Jaffray. Und er lobt weiter: „Die Produkte sind im Handel derzeit gut eingeführt, die Bilanzstruktur verbessert sich weiter und das Management macht einen guten Job.“

          Aufwärtstrend intakt, Bewertung bereits recht anspruchsvoll

          Bei so viel guter Stimmung rund um die Aktie der bereits 1923 gegründeten Gesellschaft, zu deren hauseigenem Angebot Produktnamen wie Playskool, Tonka, Milton Bradley, Perker Brothers, Scrabble, Pokemon, Monopoly oder Trivial Pursuit gehören, spricht einiges für zunächst weiter steigende Kurse. Zumal dies auch der intakte Aufwärtstrend andeutet. Der Chart ähnelt sogar einer W-Formation, wobei der letzte Teil des W´s noch nicht völlig ausgebildet scheint.

          Allerdings dürfte der Kursschwung nicht mehr im zuletzt vorherrschenden Tempo anhalten. Schließlich ist die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 20 auf Basis des für 2004 geschätzten Gewinns je Aktie von 0,99 Dollar bereits recht anspruchsvoll. Letztlich hängt aber alles am Verlauf des vom Weihnachtsgeschäft geprägten vierten Quartal, in das der Vorstand mit einer „vorsichtig optimistischen“ Grundhaltung gegangen ist.

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