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Software : Die Aktie der IBS AG bietet gewisse Reize

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Bild: FAZ.NET

Nach massiven Kursverlusten in der Baisse konnte die Aktie des Softwareunternehmens IBS in den vergangenen Monaten einen Aufwärtstrend etablieren. Er wird sowohl durch die fundamentale Entwicklung als auch durch die Bewertung getragen.

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          Mit der Aktie des Softwareunternehmens IBS AG war lange Zeit nicht viel Staat zu machen. War sie im Juni des Jahres 2000 mitten in den letzen Zügen des damaligen Börsenbooms zu 18,50 Euro an die Börse gekommen, so legte sich danach kurz und deutlich bis auf 37,50 Euro zu.

          Allerdings nur, um in der unmittelbar danach folgenden Baisse auf bis zu 77 Cents im Oktober des Jahres 2002 zu fallen. Diese Entwicklung dürfte kaum verwundert haben, musste das Unternehmen in diese Phase doch deutliche Umsatzrückgänge und zum Teil deutliche Verluste realisieren.

          IBS-Aktie befindet sich in einem mittelfristigen Aufwärtstrend ...

          Nach dem Kurstief konnte sich die Aktie jedoch wieder fangen, sich auf einem niedrigen Niveau stabilisieren und in den vergangenen Monaten sogar einen leichten Aufwärtstrend etablieren. Ausgehend von einem Zwischentief bei 1,34 Euro im Dezember des Jahres 2004 konnte das Papier inzwischen einen Kursgewinn von 161 Prozent auf zuletzt 3,50 Euro verbuchen. Dieser Trend zeigt weiterhin nach oben.

          Er lässt sich mit Blick auf die am Dienstag vorgelegten vorläufigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr auch begründen. Denn das Unternehmen konnte den Umsatz im Vergleich mit der Vorjahresperiode um elf Prozent auf 19,7 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen legte um 16 Prozent auf 2,51 Millionen Euro zu und das Nettoergebnis je Aktie unter anderem aufgrund von Sondereffekten um 143 Prozent auf 51 Cent je Aktie.

          Die IBS AG, nach eigenen Angaben einer der führenden Anbieter von unternehmensübergreifenden Standardsoftwaresystemen für das industrielle Qualitäts-, Produktions- und Compliance Management, führte die positive Umsatzentwicklung unter anderem auf die amerikanischen Tochtergesellschaft zurück, die einen Umsatz von 5,3 Millionen Euro erzielen konnte. Mit 15 Prozent verzeichnete IBS America das stärkste Wachstum innerhalb des Konzerns, das wechselkursbereinigt noch höher ausfiel, da sich die Währungsdifferenz des Dollars zum Euro auf durchschnittlich 1,25 Dollar je Euro im Jahr 2006 verschlechterte. Dabei erreichte die amerikanische Tochter ein positives operatives Vorsteuerergebnis von 0,15 Millionen Euro, nach einem leichten Verlust noch im Vorjahr.

          ... der sowohl durch die fundamentale Entwicklung als auch die Bewertung getragen wird

          Stärker als der Umsatz stiegen die Erträge. IBS steigerte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen nach vorläufigen Zahlen nicht nur um 16 Prozent auf 2,51 Millionen Euro. Werden die außerordentlichen Erträge in Höhe von 450.000 Euro berücksichtigt, die 2005 durch die Auflösung von Rückstellungen anfielen, so fiel die Steigerung im vergangenen Jahr mit 30 Prozent noch stärker aus. Die positive Ertragsentwicklung beruhe auf höheren, margenstarken Lizenzverkäufen und dem konsequentem Kostenmanagement, teilte das Unternehmen mit.

          Das Nettoergebnis profitierte von einem Sondereffekt: „Durch die Nutzung des neubewerteten Verlustvortrags ergab sich eine Wertzuschreibung in Höhe von ungefähr einer Million Euro auf das operative Ergebnis nach Steuern. Der vorläufige Jahresüberschuss beläuft sich demnach auf 3,43 Millionen Euro nach 1,4 Millionen Euro im Vorjahr . Das Ergebnis je Aktie klettere unverwässert von 0,21 Euro auf 0,51 Euro,“ hieß es.

          Wesentliche Bilanz- und Finanzkennzahlen des Konzerns konnten im Berichtsjahr verbessert werden: Die Eigenkapitalquote stieg von 49 Prozent auf 57 Prozent, der operative Cashflow war mit 1,81 Millionen Euro positiv, die Investitionen stiegen von 0,43 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,42 Millionen Euro in 2006 und der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit der Gesellschaft lag mit 0,31 Millionen Euro weit unter dem des Vorjahreswert von 1,32 Millionen Euro.

          Auch der weitere Ausblick ist nicht schlecht. Für das Geschäftsjahr 2007 prognostiziert das Unternehmen ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum bei einem überproportionalen Ergebniswachstum. Liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis des abgelieferten Gewinns bei günstigen sieben - der einmalige Sondereffekt sollte berücksichtigt werden -, so liegt es auf Basis von Gewinnschätzungen für das laufende Jahr bei sehr vernünftigen elf. So dürfte die Aktie in einem positiven wirtschaftlichen und Börsenumfeld noch gewisse Reize bieten. Gegen einen allgemeinen Konsolidierungstrend dürfte sie sich jedoch kaum stellen können.

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