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Marktbericht : Technik-Aktien verlieren deutlich

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Eine Solaranlage vor den SMA-Gebäuden in Niestetal. Bild: dpa

Ob Solar-Technik, Computer oder Telekommunikation - Technik-Aktien ging es am Montag nicht gut. Sie waren aber nicht die einzigen Verlierer.

          Sorgen um die jüngste Kursschwäche an den amerikanischen Börsen haben den deutschen Aktienmarkt am Montag kräftig ins Minus gedrückt. In den Vereinigten Staaten hatte am Freitag insbesondere der technologielastige Nasdaq-100-Index deutlich nachgegeben. Auch in die neue Woche startete der Index mit Verlusten. Am Markt herrsche die Angst, dass die Nasdaq-Schwäche weiter auf den Gesamtmarkt übergreife, sagte ein Börsianer. Nach seinem positiven Trend in den vergangenen Wochen büßte der Dax zum Wochenauftakt 1,91 Prozent auf 9510,85 Punkte ein. Für den M-Dax ging es um 1,38 Prozent auf 16 482,83 Punkte nach unten, der Tec-Dax sackte um 2,97 Prozent auf 1236,08 Punkte ab. Der F.A.Z.-Index sank um 1,83 Prozent auf 2000,50 Punkte.

          Aus Sicht von Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research scheinen die Risiken nach unten momentan größer als die Chancen nach oben. „Wer eine Ausweitung der Korrektur fürchtet, bringt seine Schäfchen ins Trockene.“ In diesem schwierigen Umfeld scheine die Chance auf ein erneutes Rekordhoch des Dax nach der vergangenen Woche womöglich einmal mehr verstrichen. Angesichts der tristen Grundstimmung würden auch Konjunkturdaten weitgehend ignoriert, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. So bleibt die deutsche Industrie in Schwung: die Gesamtproduktion war im Februar weiter gestiegen.

          Die Schwäche der amerikanischen Technologiewerte spiegelte sich auch am deutschen Aktienmarkt wider: Im Tec-Dax büßten die Aktien von SMA Solar fast acht Prozent ein. Wirecard-Titel und QSC-Aktien sackten jeweils um mehr als sechs Prozent ab.

          Die Titel von HeidelbergCement drehten nach anfänglichen Gewinnen auf minus 2,64 Prozent, nachdem sie am Freitag mit einem Plus von mehr als vier Prozent von Konsolidierungsfantasien im Sektor profitiert hatten. Die beiden Zementhersteller Holcim und Lafarge wollen sich zusammenschließen.

          Um mehr als zwei Prozent abwärts ging es am Montag nach einer angekündigten Übernahme im Sektor für die Aktien des Herstellers von Nachahmermedikamenten, Stada. Der indische Generikahersteller Sun Pharmaceutical kauft den Arzneimittelkonzern Ranbaxy Laboratories. Die negative Kursreaktion begründeten Händler damit, dass Sun bislang auch als Interessent für Stada galt.

          Osram-Aktien knickten nach einem verhaltenden Analystenkommentar als Schlusslicht im Index der mittelgroßen Werte um mehr als sieben Prozent ein. Die Papiere von TAG stemmten sich mit plus 0,21 Prozent gegen den Trend. Der Immobilienkonzern prüft weitere Zukäufe und will den Aktionären für 2014 mehr Dividende zahlen.

          Die wichtigsten europäischen Aktienindizes gerieten ebenfalls unter Druck. Der Euro Stoxx 50 fiel um 1,37 Prozent auf 3185,97 Punkte. Auch der Cac 40 in Paris und der Londoner FTSE 100 gaben ebenfalls jeweils um mehr als ein Prozent nach. Der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial lag zum europäischen Börsenschluss rund ein halbes Prozent im Minus.

          Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,32 (Freitag: 1,36) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,19 Prozent auf 134,63 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,03 Prozent auf 143,66 Punkte. Der Kurs des Euro stieg auf 1,3744 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3723 (Freitag: 1,3700) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7287 (0,7299) Euro.

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