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4 Milliarden Euro : Siemens kauft Aktien zurück

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Fernab des Konzernumbaus und der Alstom-Übernahmepläne gibt es für Siemens noch so etwas wie einen Alltag: Der Konzern hat den im November bereits angekündigten Aktienrückkauf gestartet.

          Für 4 Milliarden Euro sollen eigene Aktien gekauft werden. Nachdem der Kurs in der vergangenen Woche wegen der angekündigten Umbaupläne von Vorstandschef Joe Kaeser in die Höhe geschnellt war, gewannen die Titel am Montag weitere 1,5 Prozent an Wert.

          Vorrangig erwerben die Münchner die eigenen Aktien, um sie anschließend einzuziehen. Damit steigt die Ertragskraft der einzelnen Aktie, da sich der Gewinn des Unternehmens auf eine geringere Zahl umlaufenden Aktien verteilt. Normalerweise profitieren vor allem die Anteilseigner davon.

          Nun aber dient ein beachtlicher Teil Rückkaufs auch den Mitarbeitern. Denn die als Anreiz gedachten Aktienprogramme für die Siemens-Beschäftigten werden deutlich ausgeweitet. Die Zahl der Belegschaftsaktionäre soll nach dem Willen nämlich um mindestens 50 Prozent auf 200.000 Mitarbeiter zunehmen. Insgesamt beschäftigt der Konzern 360.000 Menschen. Dafür werden jährlich bis zu 400 Millionen Euro ausgegeben. Auch dafür sind Aktien vorzuhalten, die allein für ein Jahr 10 Prozent des gesamten Rückkaufvolumens entsprechen.

          Kaeser kündigte den Rückkauf auf der Jahrespressekonferenz im November 2013 an. Er begründete ihn zum einen mit der hohen Liquidität im Unternehmen von zuletzt 8,6 Milliarden Euro. Zum anderen sollte die Stimmung der Aktionäre hochgehalten werden, die für das durchwachsene Geschäftsjahr 2012/2013 (30. September) eine unveränderte Dividende von 3 Euro je Aktie erhalten hatten. Der Aktienrückkauf soll spätestens Ende Oktober des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Die Erfahrung zeigt, dass es schneller gehen dürfte. Das vorausgegangene Programm für den Erwerb eigener Aktien über 3 Milliarden Euro wurde im August 2012 gestartet und Ende desselben Jahres abgeschlossen.

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