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Serie : Mit Fielmann und Celanese zeigen Sie Weitblick

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„Brille - Fielmann” gilt immer öfter Bild: dpa

Die Analysten von M.M. Warburg setzen mit Fielmann und Celanese auf aussichtsreiche Werte aus der zweiten Reihe.

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          Nach der erfreulichen Performance im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus von 4,7 Prozent, dürfte der Augenoptiker Fielmann auch in den kommenden Monaten eine positive Bilanz aufweisen. Der Analyst Thilo Kleibauer von M.M. Warburg stuft das Unternehmen daher von “Halten“ auf “Kaufen“ herauf.

          Gründe dafür sind unter anderem die Verbesserungen auf der Kostenseite. „So konnte die kontinuierlich angestiegene Personalquote wieder auf 35 Prozent zurückgeführt werden. Daneben wurde durch das 2001 in Betrieb genommene Produktions- und Logistikzentrum in Ratenow eine operative Ergebnisverbesserung ermöglicht, so der Analyst.

          Günstige Brillen gegen die Konsumflaute

          Daneben profitiert Fielmann von der schwachen Konjunktur, die Konsumenten verstärkt zu den günstigen Brillen des Unternehmens greifen lässt. Für 2002 erwartet Kleibauer einen Anstieg des Konzernumsatzes um rund sechs Prozent auf 660 Millionen Euro. Für die Folgejahre geht man derzeit von Zuwächsen in Höhe von sieben bis acht Prozent aus.

          Das Wachstum resultiert dabei sowohl aus dem Inlands- als auch aus dem Auslandsgeschäft. In Deutschland konnte Fielmann gegen einen rückläufigen Branchentrend den Umsatz in den ersten sechs Monaten um etwa vier Prozent steigern und weitere Marktanteile gewinnen. Bei der europäischen Expansion stehen die Verdichtung des Filialnetzes in der Schweiz, in Österreich und den Niederlanden im Mittelpunkt. Dabei stellen die Kosten- und Servicevorteile der vertikalen Integration den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Einzelhändlern dar.

          Hohe Cashflow-Margen sorgen für Wachstumspotenzial

          Für dieses Jahr rechnet Kleibauer mit einem Gewinn je Aktie von 2,27 Euro. Das ergibt bei einem aktuellen Kurs von 37,10 Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,3. Für 2003 prognostiziert er einen Gewinn je Aktie von 2,54 Euro und ein KGV von 14,6.

          Die im derzeitigen Umfeld erzielten Ergebnis- und Cashflow-Margen sowie das weitere Wachstumspotenzial sprechen für die Qualität des Unternehmens. M.M. Warburg stuft Celanese mit einem Kursziel von 44 Euro auf „Kaufen“ herauf.

          Rationalisierungsmaßnahmen beginnen zu greifen

          Für Sven Dopke ist der Chemiewert Celanese ein Kauf. Nach den sehr schwachen Quartalen im zweiten Halbjahr 2001, konnte sich das Geschäft zu Jahresbeginn vor allem mengenmäßig deutlich verbessern und auch die Halbjahreserwartungen mehr als erfüllen. Der Kurs legt am Mittwoch um beinahe fünf Prozent auf 19,95 Euro zu.

          Dabei kommt Celanese die gute Positionierung als Marktführer oder zweitplatziertem Unternehmen in allen wichtigen Arbeitsgebieten zu Gute. Die weitgehend integrierte Produktion verschafft Celanese insbesondere bei den Massenprodukten eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Die erfreuliche Entwicklung im zweiten Quartal dieses Jahres ist neben einem selektiv verbesserten Preisbild auf Kostensenkungserfolge bei Strukturprogrammen zurückzuführen.

          Zyklische Entwicklung bei Celanese

          Aufgrund der starken zyklischen Abhängigkeit der Chemiebranche bildet der gesamtwirtschaftliche Rahmen für Celanese den größten Risiko-, aber auch Chancenfaktor. Sollte die Konjunktur schneller und stärker anspringen als erwartet, würden sich die Margen zügig erholen, was zu weiteren Ergebnisverbesserungen führen dürfte.

          Mit einer Gewinnschätzung je Aktie für 2002 von 0,80 Euro und einem daraus resultierenden KGV von 24,9 liegt Celanese im Rahmen der Branche. Für 2003 rechnet Dopke allerdings mit einem stark steigenden Gewinn je Aktie von 1,70 Euro und einem sich daraus ergebenden niedrigen KGV von 11,7. Nach der Bestätigung der Prognosen für 2002 empfiehlt M.M. Warburg Celanese auch weiterhin zum Kauf.

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