https://www.faz.net/-gv6-3ebh

Serie : Die Hüter über die Finanzmärkte

  • Aktualisiert am

Die Insider auf die Hörner nehmen Bild:

FAZ.NET stellt in einer Serie die Aufgaben der Aufsichtsbehörden für Wertpapiergeschäfte vor und beleuchtet deren Chancen und Grenzen.

          1 Min.

          Goldman Sachs ist in den Fokus der amerikanischen Börsenaufsicht gerückt. Die Investmentbank hatte vorab erfahren, dass das amerikanische Finanzministerium künftig keine 30-jährigen Staatsanleihen mehr emittieren will. Der Kurs der Anleihe war schon vor der offziellen Bekanntgabe stark gestiegen. Nun vermutet man Insidergeschäfte bei Goldman Sachs.

          In Deutschland verdichten sich derweil die Verdachtsmomente auf Insiderhandel mit Aktien von D.Logistics. Im Vorfeld einer Gewinnwarnung des Unternehmens am 18. Februar ist es zu deutlichen Verlusten der Aktie gekommen, die eine Prüfung durch die deutsche Kontrollbehörde nach sich zieht.

          D.Logistics und die 30-jährige Staatsanleihen sind leider kein Einzelfall. Nicht selten gibt es scheinbar ohne Nachrichten größere Kurssprünge an den Finanzmärkten. Den Grund für die Ausschläge bekommen die Investoren später nachgeliefert: Gewinnwarnungen, Insolvenzen oder Übernahmen.

          Anscheinend sind noch lange nicht alle gleich an den Finanzmärkten. Denn obwohl es Insidern strikt verboten ist, solche Informationen für Wertpapiergeschäfte zu nutzen, sprechen die Kurse oft eine andere Sprache. Damit die Integrität der Finanzmärkte aber dennoch nicht in Verruf gerät, gibt es die Aufsichtsbehörden. Sie überwachen auffällige Marktbewegungen, überprüfen die Informationen an die Aktionären und halten ein wachsames Auge auf mögliche Kursmanipulationen.

          In einer Serie stellt FAZ.NET das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) und die amerikanische SEC vor und berichtet über die Grenzen und Möglichkeiten der Aufsicht. Oberstes Ziel der Behörden ist die Integrität und Transparenz der Finanzmärkte zu gewährleisten. Dies sind die Grundsäulen für einen funktionierenden Kapitalmarkt. Aber oftmals sind die Betrüger schneller als die Justiz Gesetzeslücken schließen kann.

          Weitere Themen

          Wie die EZB-Bankenaufsicht im Kampf gegen Corona hilft

          Krisenmanagement : Wie die EZB-Bankenaufsicht im Kampf gegen Corona hilft

          Als Reaktion auf den wirtschaftlichen Schock hat die EZB-Bankenaufsicht Entlastungen angekündigt. Jetzt müssen auch die Aktionäre ihren Beitrag leisten – und auf ihre Dividenden verzichten. Ein Gastbeitrag vom Vorsitzenden der Europäischen Bankenaufsicht der EZB.

          DZ Bank will trotz Dividendenstopp zahlen

          F.A.Z. exklusiv : DZ Bank will trotz Dividendenstopp zahlen

          Die EZB-Bankenaufsicht hat europäischen Geldhäusern empfohlen, angesichts der aktuellen Krisensituation keine Dividenden auszuschütten. Erste Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

          Topmeldungen

          Gute Reise: Trump schickt ein Hospitalschiff von Norfolk nach New York.

          Keine Abriegelung : Angst vor den Corona-Flüchtlingen aus New York

          Viele New Yorker suchen anderswo Schutz vor dem Virus. So verbreiten sie es. Trump drohte mit Abriegelung, konnte sich aber nicht durchsetzen. Jetzt wackelt sein Plan für den Neustart der Wirtschaft.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.