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Schwacher Jahresauftakt : Dax fällt um 4 Prozent

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Rauf und runter: Der DAX startet zunächst mit einem kräftigen Verlust ins neue Jahr. Bild: Wolfgang Eilmes

Nach den großen Kursverlusten in China sind auch die deutschen Börsen schwach ins neue Jahr gestartet. Verantwortlich ist angeblich aber noch ein Grund.

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          Nach hohen Kursverlusten an den chinesischen Festlandbörsen ist auch der deutsche Aktienmarkt schwach ins neue Jahr gestartet. Der Standardwerteindex Dax verminderte sich um mehr als 4 Prozent auf etwas mehr als 10.000 Punkte. Angeblich drückte auch der eskalierende Streit zwischen Iran und Saudi-Arabien auf die Stimmung der Anleger, von denen viele allerdings noch in den Ferien sind.

          Umso weniger Marktteilnehmer aktiv sind, umso wahrscheinlicher sind größere Schwankungen. Überdurchschnittlich an Wert büßten die Aktien der Deutschen Bank sowie der beiden Versorger RWE und Eon ein, deren Kurse jeweils mehr als 5 Prozent nachgaben.

          Der Jahresstart missglückte aber auch in den übrigen großen deutschen Indizes: Der M-Dax, in dem mittelgroße deutsche börsennotierte Unternehmen enthalten sind, verlor am Morgen 2,46 Prozent auf 20.200 Zähler. Ähnlich sah es in Europa aus - der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rutschte um 2,54 Prozent auf etwas weniger als 3200 Punkte ab.

          Nach einem Einbruch von mehr als fünf Prozent an den immer noch eher wenig bedeutsamen chinesischen Inlandsbörsen ist der Aktienhandel an diesem Montag vorübergehend für 15 Minuten komplett ausgesetzt worden. Gleich am ersten Tag seiner Einführung kam damit ein neuer Sicherungsmechanismus zum Zuge, der zu große Schwankungen an Chinas Aktienmärkten verhindern soll.

          Der schlechte Start ins neue Jahr folgte auf die Nachricht von einem unerwartet starken Rückgang der Industrieaktivitäten im Dezember, der darauf hindeutet, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schwächer wächst als in den vergangenen Jahren, als sie sogar mit zweistelligen Raten größer geworden war. Auch andere asiatische Börsen fielen. In Japan gab der Nikkei-Index bis zur Handelsmitte um mehr als zwei Prozent nach.

          Im vergangenen Sommer hat ein Kursrutsch an Chinas Festlandbörsen ebenfalls vorübergehend auch Börsen in anderen Ländern belastet. Damals machten gelegentlich sogar Warnungen vor einer Wirtschafts- oder Währungskrise im Reich der Mitte die Runde, die sich später allerdings als eher unbegründet herausstellten. Vielmehr stellte China sein Währungsregime um, mittlerweile lässt es die Landeswährung Renminbi  stärker schwanken und orientiert sie an einem Korb von Währungen und nicht mehr nur am Dollar.

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