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Marktbericht : Schwache Konjunkturdaten ziehen Dax ins Minus

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Die europäischen Einzelhandelsdaten enttäuschten die Börsianer am Mittwoch. Bild: dpa

Der deutsche Leitindex musste am Mittwoch einen Verlust in Kauf nehmen. Weniger Aufträge für die deutsche Industrie und gesunkene Einzelhandelsumsätze belasteten die Märkte.

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          Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland haben am Mittwoch die Stimmung am deutschen Aktienmarkt gedämpft. „Die Argumente niedriger Zinsen, spendierfreudiger Notenbanken und damit fehlender Alternativen zur Aktie haben ihre Zugkraft verloren, es müssen neue Kaufanreize her“, kommentierte Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Der Dax schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 12.035,9 Punkten. Der M-Dax der mittelgroßen Konzerne gewann hingegen 0,2 Prozent auf 21.074,1 Zähler. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax fiel um 0,5 Prozent auf 1625,3 Punkte.

          Beim Auftragseingang in der deutschen Industrie hatte es im Februar überraschend einen weiteren Rückschlag gegeben: Die Bestellungen lagen saison- und arbeitstäglich bereinigt 0,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Experten hatten hingegen einen Anstieg um 1,5 Prozent erwartet. „Die Konjunktur in Deutschland ist nicht so stark wie es viele angesichts des kräftigen Wachstums im vierten Quartal und der gestiegenen Frühindikatoren gehofft hatten“, sagten die Volkswirte der Commerzbank. Als Beginn einer längeren Talfahrt sehen sie den jüngsten Trend aber nicht.

          Veröffentlicht wurden ferner die Einzelhandelsumsätze der Eurozone für Februar, die wie erwartet leicht zurückgegangen waren. Zudem behalten die Anleger das Treffen zwischen dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und Kremlchef Wladimir Putin in Moskau im Blick. Der griechische Schuldenpoker bleibe als Risikofaktor weiterhin erhalten, hieß es dazu von der LBBW.

          Aktie von Wincor Nixdorf gewinnt 15 Prozent

          Am Abend steht noch das Protokoll der jüngsten amerikanischen Notenbanksitzung von Mitte März auf der Agenda, von dem sich Investoren Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Fed erhoffen. Nach amerikanischem Börsenschluss folgen die Quartalszahlen von Alcoa. Mit dem Aluminiumproduzenten fällt traditionell der Startschuss zur Berichtssaison in den Vereinigten Staaten. Wegen der vielfältigen Verwendung von Aluminium in der Industrie gelten die Alcoa-Resultate als wichtiger Gradmesser für den Zustand der Wirtschaft.

          Autowerte büßten hierzulande am kräftigsten ein. Die Papiere von BMW landeten mit minus 1,4 Prozent am Dax-Ende, Daimler-Anteilsscheine verloren 1,3 Prozent. Händler verwiesen auf eine Abstufung beider Aktien durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux. Auch im M-Dax gerieten die Autowerte zum Teil unter die Räder: So gaben die Aktien der Zulieferer Elring-Klinger und Leoni jeweils um rund 0,6 Prozent nach. Die Autobranche zollt ihrem starken Kursanstieg seit Oktober vergangenen Jahres Tribut. Anleger machen nun teilweise Kasse.

          Ein Medienbericht über ein angebliches Übernahmeangebot für den Paderborner Kassen- und Bankautomatenhersteller Wincor Nixdorf ließ dessen Aktien am Nachmittag um rund 15 Prozent an die M-Dax-Spitze schnellen. Letztlich verteuerten sich die Papiere immer noch um satte 8 Prozent. Ein angekündigter Aktienrückkauf von Morphosys reduzierte die Verluste der Titel des Biotech-Unternehmens. Sie gingen mit einem Minus von 0,2 Prozent aus dem Handel, nachdem sie im Verlauf um mehr als 2 Prozent abgesackt waren.

          Der Euro Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um 0,7 Prozent auf 3742,6 Punkte. Die Leitindizes in Paris und London verzeichneten Verluste von jeweils rund 0,3 Prozent. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial zuletzt 0,2 Prozent höher.

          Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,16 Prozent am Vortag auf 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,12 Prozent auf 140,78 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,15 Prozent auf 159,12 Punkte vor. Der Euro zeigte sich im späten Handel kaum verändert bei 1,0821 Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0862 (Dienstag: 1,0847) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9206 (0,9219) Euro.

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