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S&P-Aktie der Woche : Staples-Aktie hat gute Papiere

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Der Büroartikelhändler Staples ist Marktführer in einem fragmentierten Markt und dürfte nicht nur von einer Wirtschaftserholung profitieren, denkt S&P-Analyst Yogeesh Wagle. Er hält die Aktie für unterbewertet.

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          Staples wurde von Standard & Poor's zur Aktie der Woche erklärt und mit der höchsten Investmentempfehlung von fünf Sternen, ein klares Kaufsignal, ausgezeichnet.

          Unserer Ansicht nach hat Staples - einer der drei größten Büroartikelhändler - seine Position als Marktführer gestärkt und dürfte von der Erholung der Unternehmensausgaben in jeglicher Hinsicht profitieren. Das Unternehmen hat durch seine andauernde Betonung auf das Basisgeschäft für die Rentabilität und den Kundenservice, durch sein starkes Wachstum im Bereich der Direktlieferungen und durch seine Akquisition im internationalen Segment einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Konkurrenten erlangt.

          Wachstumspotential durch homogenen EU-Markt

          Der US-amerikanische Schul- und Büroartikelmarkt mit einem Volumen von 325 Milliarden Dollar dürfte in den kommenden Jahren um jährlich vier bis fünf Prozent wachsen. Der Markt ist nach wie vor fragmentiert, so daß der Anteil von Staples, Office Depot und OfficeMax zusammen weniger als acht Prozent beträgt. Darüber hinaus bietet sich Staples und seinen Wettbewerbern die Chance, durch den schnell wachsenden, zunehmend homogenisierten europäischen Markt an Größe zu gewinnen. Das europäische Marktvolumen beträgt rund 150 Milliarden Dollar.

          Ein Umschwung bei den Same-Store-Umsätzen (Läden, die seit mehr als einem Jahr geöffnet sind) im nordamerikanischen Einzelhandelsgeschäft stellt für das wiederauflebende Gesamtumsatz- und Gewinnwachstum des Unternehmens einen Kernfaktor dar. Zum Ende des Geschäftsjahres 2003 verfügte Staples über 1.300 Läden in Nordamerika. Eine langsamere Expansion hat möglich gemacht, den Fokus stärker auf die Verbesserung der Produktivität und die betriebliche Ausführung zu richten.

          Akquisition im Liefergeschäft eröffnet Chance zur Marktpenetration

          Europa bleibt für Staples und seinen Rivalen Office Depot ein Wachstumsfeld. Die im August 2002 getätigte Akquisition des Geschäftsbereichs Postdirektversand von Guilbert hat Staples den Markteintritt in vier neue Länder ermöglicht: Belgien, Frankreich, Spanien und Italien. Zudem konnte Staples seine Wettbewerbsposition in Großbritannien stärken. Wir glauben, dass der übernommene Geschäftszweig eine strategische Plattform für eine weiterführende Marktpenetration im schnell wachsenden Postdirektversandgeschäft in Kontinentaleuropa geschaffen hat. Für das langfristige Wachstum des Unternehmens dürfte diese Region eine zentrale Rolle spielen. Alles in allem sehen wir für das Geschäftsjahr 2004 ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich.

          Steigende Bruttomargen

          Die Bruttomargen des Unternehmens dürften sich erweitern, da Staples mehr Nutzen aus dem wachsenden Hausmarken-Geschäft, aus der Verschiebung hin zur Kundengruppe der kleineren Unternehmen, aus den jüngsten Beschaffungs-Initiativen, aus besseren Einkaufsquellen sowie aus einer moderateren Verteilung der Raumkosten zieht. Die Gemeinkosten sind unserer Ansicht nach gut unter Kontrolle, trotz der Ausgabenerhöhung für Verkauf und Personal. In Anbetracht der leicht gestiegenen Zinsaufwendungen und eines Steuersatzes von 37 Prozent schätzen wir den Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2004 auf 1,05 Dollar. In Relation zum Geschäftsjahr 2003 mit einem Gewinn je Aktie von 0,88 Dollar entspricht dies einer Steigerung um 19 Prozent (ohne Sondereffekte).

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