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S&P-Aktie der Woche : Nokia-Aktie erscheint günstig bewertet

  • -Aktualisiert am

Nokia hat eine starke Marktstellung Bild: dpa

S&P setzt in dieser Woche auf Nokia. Laut Analyst Ari Bensinger glänzt das finnische Unternehmen mit einer starken Bilanz und einer hohen Gewinnqualität.

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          Nokia mit Sitz in Finnland ist seit Beginn der Mobilfunkrevolution der marktbeherrschende Handy-Anbieter. Der Marktanteil des Unternehmens ist mehr als doppelt so hoch wie der des nächstfolgenden Wettbewerbers.

          Während des abgelaufenen Jahres hat Nokia seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, sich in einer herausfordernden Marktumgebung zu behaupten, indem es durch seine wichtigsten Stärken wie die Erzielung von Skaleneffekten und Effizienzsteigerungen eine ansehnliche Rentabilität erreicht hat. Wir halten Nokia für Anleger, die in den sich ausbauenden Handy-Markt investieren wollen, für ein Muss. Daher halten wir die Nokia-Aktie für einen klaren Kauf.

          Branche auf Erholungskurs

          Der Handy-Markt ist, gemessen in verkauften Einheiten, nach allgemeiner Einschätzung derzeit der weltweit größte Markt der Konsumentenelektronikbranche. 2002 wurden rund 400 Millionen Geräte verkauft. Nachdem der Handy-Markt im Jahr 2001 seinen ersten Rückgang bei den Verkaufszahlen verbuchen musste, hat er sich 2002 mit einer geschätzten jährlichen Wachstumsrate von fünf Prozent wieder erholt. Alles in allem rechnen wir damit, dass der Handy-Markt ein solides langfristiges Branchenwachstum zwischen zehn und 15 Prozent verzeichnen wird.

          Neue Technologien verkürzen Ersatzzyklus

          Nachdem das Wachstum durch neue Handyvertragskunden abzuflauen beginnt, sind nunmehr Ersatzkäufe der Motor für das Branchenwachstum. Im Durchschnitt rüsten etwas mehr als ein Viertel der weltweiten Handyvertragskunden jährlich ihr Mobiltelefon auf. Dies indiziert einen Ersatzzyklus von etwa 2,5 Jahren. Blickt man in die Zukunft, so dürfte die Markteinführung von datenfähigen Mobiltelefonen mit Multimedia-Messaging-Funktion und Farbdisplay den Ersatzzyklus deutlich verkürzen.

          In der Zwischenzeit wird sich der europäische Markt wahrscheinlich zur entscheidenden Wachstumsregion für den Umsatz durch Ersatzkäufe entwickeln. Mit einem beherrschenden Anteil von 50 Prozent am europäischen Markt ist Nokia bestens positioniert, um von den technologischen Entwicklungen hin zur nächsten Handy-Generation zu profitieren.

          Schlagkräftiges Markenimage und neuartige Features

          In einem Markt, in dem Telefone zunehmend zum Gebrauchsgegenstand werden, hat sich Nokia ein schlagkräftiges Markenimage aufgebaut. Das Unternehmen ist zum Maßstab für Designtrends im Handygeschäft geworden. In erster Linie ist das auf Nokias Philosophie zurückzuführen, dass ein Mobiltelefon eher ein modisches Accessoire als ein reines Kommunikationsmittel darstellt. Dementsprechend hat Nokia ein facettenreiches Entwicklungsteam zusammengestellt, um den Markt zu segmentieren und spezifische demografische Zielgruppen anzusprechen.

          Standard & Poor's ist der Überzeugung, dass das Jahr 2003 den Beginn eines neuen Produktzyklus in Richtung der nächsten Handy-Generation markiert. Nokia plant, Anfang des Jahres eine Fülle von neuen Modellen mit der Betonung auf neuartigen Features wie Farbdisplays und Multimedia-Messaging (MMS) auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen rechnet damit, dass im Jahr 2003 über die Hälfte seiner Mobiltelefone MMS-fähig sein werden.

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