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Rohstoffe : Ölboom treibt Aktie von Burren Energy weiter nach oben

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Ölsucher bei der Arbeit Bild: Burren Energy

In den vergangenen Monaten ließ sich mit gut gewählten Börsenneulingen sattes Geld verdienen. Die Aktie von Burren Energy hat seit Dezember des Jahres 2003 satte 730 Prozent zugelegt - und mehr scheint möglich zu sein.

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          Kursgewinne satt konnten in den vergangenen Monaten die Aktionäre des britischen Unternehmens Burren Energy einfahren. Das Papier kam in Dezember des Jahres 2003 mit einem Emissionspreis von 130 Pence an die Börse, hat sofort einen Aufwärtstrend etabliert und inzwischen satte 723 Prozent zugelegt. Das kann sich sehen lassen.

          Dabei zeigt nicht nur der Trend nach oben. Vielmehr ist das Papier mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 12,3 und 9,7 auf Basis der Ergebnisschätzungen der Analysten für das vergangene und das laufende Geschäftsjahr trotz der massiven Kursgewinne nach wie vor sehr vernünftig bewertet.

          Burren Energy profitiert von der erfolgreichen Suche nach Öl

          Der Hintergrund läßt sich relativ einfach erklären. Denn Burren Energy ist ein britisches Ölexplorations- und Förderunternehmen und profitiert aus diesem Grund vom anhaltenden Boom in der Branche, insbesondere vom stabil hohen Ölpreis. Sollte er auf diesem Niveau bleiben oder gar noch weiter steigen, so dürfte auch die Aktie von Burren Energy weiterhin davon profitieren.

          Ölsuche in Ägypten
          Ölsuche in Ägypten : Bild: Burren Energy

          Das Unternehmen bohrt und fördert Öl in Ägypten, im Kongo, in Turkmenistan und besitzt einen Anteil von 26 Prozent an der in Indien börsennotierten Hindustan Oil Exploration Company. Alleine dieses Papier ist seit dem Jahr 2001 von neun auf inzwischen knapp 160 Rupien gestiegen. Aber das ist natürlich nicht alles. Denn Burren Energy konnte in den vergangenen Jahren nicht nur den Umsatz deutlich steigern, sondern inzwischen haben auch die Gewinne begonnen förmlich zu sprudeln. Vom Jahr 2003 auf 2004 legte der Umsatz um 85 Prozent auf 87,1 Millionen Dollar zu, der Nettogewinn um 69 Prozent auf 28,4 Cent je Aktie.

          In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres konnte der Umsatz im Vergleich mit der ersten Hälfte des Jahres 2004 um 166 Prozent auf 166 Prozent auf 168,1 Millionen Dollar gesteigert werden, der Nettogewinn verbesserte sich um satte 575 Prozent auf 82,9 Millionen Dollar. Der Nettogewinn je Aktie verbesserte sich auf verwässerter Basis um 573 Prozent auf 57,9 Cents je Aktie. 62 Prozent des operativen Gewinns kamen aus Turkmenistan und 38 Prozent aus dem Kongo.

          Der Netto-Cashflow dagegen war negativ. Denn das Unternehmen investierte massiv. 97 Prozent der Investitionen ging in die Entwicklung und Erschließung neuer Quellen, drei Prozent in die Suche nach neuen Vorkommen. 48 Prozent der Mittel wurden in Turkmenistan investiert, 49 Prozent im Kongo und drei Prozent in Ägypten.

          Sattes Wachstum in den vergangenen Jahren

          Bei der Präsentation der Halbjahreszahlen war das Management des Unternehmens optimistisch, in 2005 den operativen Gewinn im vierten Jahr in Folge organisch verdoppeln zu können. Die Strategie bleibt unverändert: Weiterentwicklung der Unternehmens bei möglichst geringen Kosten. Dabei sollen die bestehenden Aktivitäten ausgebaut und gleichzeitig die Explorationstätigkeit verstärkt werden.

          Am Montag teilte das Unternehmen mit, die Ölsuche auf den Jemen und auf Oman auszuweiten. Es habe sich Anteile in zwei entsprechenden Projekten gesichert. Im Jemen besitzt es nun einen 87 Prozent-Anteil an einem 3.900 Quadratkilometer großen Gebiet im Shabwa Bassin, in Oman einen 40 Prozent-Anteil an einem 16.900 Quadratkilometer großen Gebiet im Masirah Bassin. Obwohl beide Abkommen noch nicht von den jeweiligen Regierungen ratifiziert sind, reagierte die Aktie mit einem Kurszuwachs auf ein neues Rekordhoch auf die Mitteilung.

          Insgesamt dürfte die Aktie aufgrund der Bewertung und des Charts in einem anhaltend freundlichen Umfeld weiteres Kurspotential haben. Absicherungsstrategien können jedoch nie schaden. Beispielsweise für den Fall einer weltwirtschaftlichen Abschwächung und einer damit verbundenen Korrektur im Rohstoffbereich. Unternehmensbezogen ist der deutlich Zuwachs von Forderungsbeständen zu beobachten.

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