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Rohstoffe : Devon Energy profitiert vom Energieboom

  • Aktualisiert am

Ölsuche im Golf von Mexiko Bild: AFP

Die Explorations- und Förderunternehmen profitieren von einer starken Nachfrage und hohen Preisen für Energie. Das amerikanische Unternehmen Devon Energy zeichnet sich zudem durch eine geschickte Strategie aus.

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          Trotz aller Konjunkturbedenken bleiben die Rohstoffpreise hoch, und der Ölpreis hält sich beharrlich über der Marke von 100 Dollar je Barrel. Das führt bei den Produktionsunternehmen der Branche zu hohen Einnahmen und trotz steigender Kosten zu einer entsprechenden Investitionsbereitschaft.

          Davon profitieren im Energiebereich insbesondere Explorationsunternehmen wie zum Beispiel die amerikanische Devon Energy Corporation. Sie konnte in den vergangenen Jahren sowohl den Umsatz im Trend als auch den Gewinn je Aktie deutlich steigern. Die hohen Energiepreise sorgten gerade in der jüngeren Vergangenheit für positive Impulse auf der Umsatz- und Gewinnseite.

          Deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum

          Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 Prozent auf 11,362 Milliarden Dollar gesteigert werden, der Nettogewinn legte um 27 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar zu und der Gewinn je Aktie auf verwässerter Basis um 26 Prozent auf acht Dollar. Der operative Cashflow verbesserte sich um 23,2 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.

          Bild: FAZ.NET

          54 Prozent der Erlöse stammten aus der Förderung und dem Verkauf von Gas, knapp 31 Prozent aus dem Verkauf von Öl und etwas mehr as 15 Prozent aus Marketing und so genannten Midstream-Dienstleistungen. Im Dienstleistungsbereich trugen steigende Margen zum Aufschwung bei. 66 Prozent der Erlöse wurden in den Vereinigten Staaten erzielt, knapp 22 Prozent in Kanada und etwa zwölf Prozent im internationalen Geschäft.

          Das Unternehmen steigerte im Jahr 2007 seine Produktion um zwölf Prozent, bohrte 2.440 neue Quellen mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent und konnte die nachgewiesenen Energiereserven um 390 Millionen Barrel Öläquivalent (MMBoe) bei tendenziell sinkenden Kosten steigern. Die nachgewiesenen Reserven lagen zum Ende des vergangenen Jahres bei 2.496 MMBoe. Das sind neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. 75 Prozent davon waren entwickelt.

          Geschickte Strategie und vernünftige Bewertung

          Im laufenden Jahr rechnet das Management mit einer ähnlichen Entwicklung, sowohl was die Produktion als auch das Auffinden neuer Reserven anbelangt. Am Dienstag hat das Unternehmen bekannt gegeben, seine Vermögenswerte in dem westafrikanischen Land Äquatorial-Guinea für 2,2 Milliarden Dollar an das nationale Ölunternehmen GE Petrol verkauft zu haben. Dabei handelt es sich um einen Anteil von 23,75 Prozent am Zafiro Offshore Ölfeld. Alleine schon auf aus diesem Grund zeichnet sich auch für das laufende Jahr eine erfolgreiche Entwicklung ab.

          So dürfte es kaum verwundern, dass die Aktie den Aufwärtstrend der vergangenen Jahren nicht nur bestätigen, sondern in den vergangenen Wochen und Tagen sogar neue Rekordkurse verbuchen konnte. Alleine am Dienstag legte der Kurs um 2,2 Prozent auf 110,84 Dollar zu. Mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von knapp zwölf und 11,6 auf Basis der Gewinnschätzungen ist die Aktie noch vernünftig bewertet. Angesichts der erfolgreichen operativen Entwicklung der vergangenen Jahre dürfte sie weiteres Aufwärtspotential bieten.

          Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Energiepreise auf dem hohen Niveau verharren. Das ist angesichts der immer deutlicher werdenden konjunkturellen Schwäche in den Vereinigten Staaten nicht sicher. Aus diesem Grund können Absicherungsstrategien nicht schaden. Kursrückschläge böten jedoch interessante Gelegenheiten zum Kauf der Papiere.

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