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Rohstoffe : Aktie von Kagara im Rohstoffboom

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Arbeiten am Mt Garnet Project Bild: Kagara

Auf Grund der hohen Rohstoffpreise konnte das australische Rohstoffunternehmen Kagara in den vergangenen Monaten Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Die weiteren Perspektiven scheinen bei stabilem Umfeld nicht schlecht zu sein.

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          Vom anhaltenden Rohstoffboom konnte in den vergangenen Jahren offensichtlich auch die Aktie des australischen Zinkexplorationsunternehmens Kagara profitieren. Das Papier konnte schon Ende des Jahres 2001 einen Aufwärtstrend etablieren und hat ausgehend von einem Zwischentief bei 21 australischen Cents inzwischen 576 Prozent zugelegt auf zuletzt 1,42 Dollar.

          Damit liegt die Aktie nicht nur knapp unter dem vor wenigen Tagen erreichten Allzeichthoch, sondern der Trend zeigt weiterhin nach oben. Er dürfte sich fundamental untermalen lassen. Denn das Unternehmen konnte in den vergangenen Monaten sowohl Umsatz als auch Ertrag deutlich steigern.

          Deutliche, profitable Umsatzsteigerung

          In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte der Umsatz um knapp 114 Prozent auf 22,871 Millionen australische Dollar gesteigert werden. Der operative Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen war nach einem minimalen Gewinn noch in der Vorjahresperiode deutlich positiv und lag bei 9,406 Millionen Dollar. Der Nettogewinn ging leicht zurück auf 4,099 Millionen Dollar. Dabei muß allerdings berücksichtigt werden, daß der Gewinn in der Vorjahrespediode von Sondererlösen nach oben „verzerrt“ war.

          Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Aktie von Kagara in den vergangenen Monaten in Euro
          Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Aktie von Kagara in den vergangenen Monaten in Euro :

          Das Unternehmen berichtet von einer Rekordproduktion im zu 100 Prozent eigenen „Mt Garnet Project“ im Norden von Queensland. Es geht weiterhin davon aus, von der vorteilhaften Entwicklung auf Grund der hohen Preise für Zink, Blei und Kupfer profitieren und ein starkes zweites Halbjahr verbuchen zu können.

          Bewertung baut auf weiteres Ertragswachstum

          Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 16,3 und knapp acht auf Basis der Gewinnschätzungen der Maquarie Bank für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist die Aktie kurzfristig zumindest optisch etwas teur, dürfte allerdings bei einer anhaltend starken Nachfrage- und damit Preisentwicklung gute Perpektiven bieten.

          Kleinere Unternehmen bieten in diesem Bereich sicherlich eine gewisse Übernahmephantasie. Denn selbst wenn es im Rohstoffsektor vorübergehend zu einer Konsolidierung kommen sollte, dürften größere „Spieler“ der Branche solche Gelegenheiten nutzen, um ihren Marktanteil in Form von Übernahmen zu erhöhen oder um ihr Portfolio abzurunden. Immerhin hat sich Korea Zinc schon einmal mit einem Anteil von 14 Prozent an Kagara beteiligt. Weitere Aktienpakete liegen bei den Portfolio Partners (18,3 Prozent), der Commonwealth Bank (17,7 Prozent), K&J Robinson (16,8 Prozent) und anderen.

          Kagara wurde schon im Jajre 1981 gegründet, hat allerdings eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Das Unternehmen wechselte mehrfach das Management und auch die Besitzer. Die Konzentration auf das Zinkgeschäft wurde erst im Jahr 1998 vollzogen. Nun besteht das mittelfristig Ziel darin, im Jahr 100.000 Tonnen Zink pro Jahr zu fördern und die Gold- und Kupgervorkommen zu optimieren.

          Auf Basis der aktuellen Bewertung, des Trends und der anhaltend positiven Entwicklung im Rohtoffbereich dürfte die Aktie weiteres Kurspotential haben. Allerdings dürften Absicherungsstrategien für den Fall einer Kosolidierung nicht schaden.

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