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Schwaches Rüstungsgeschäft : Rheinmetall kürzt Dividende

  • Aktualisiert am

Panzer werfen auch nicht mehr so viel ab wie früher Bild: dapd

Restrukturierungskosten und schwache Rüstungsgeschäfte drücken den Betriebsgewinn von Rheinmetall. Die Dividende wird sinken.

          Die Aktionäre des Mischkonzerns Rheinmetall müssen sich auf eine geringere Ausschüttung einstellen. „Da sich das Ergebnis 2013 deutlich nach unten bewegt hat, werden wir auch die absolute Dividende anpassen“, sagte Finanzchef Helmut Merch der „Börsen-Zeitung“. Das Sorgenkind des Mischkonzerns, die Rüstungssparte, werde das Renditeziel für 2015 wohl nicht erreichen.

          Restrukturierungskosten und schwache Rüstungsgeschäfte drückten den Betriebsgewinn des Konzerns 2013 auf 213 (Vorjahr: 268) Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte die Rüstungssparte einen Verlust, wie Merch sagte. Dank der Autozuliefersparte sei der Konzern dennoch in den schwarzen Zahlen gelandet.

          Hinter das Ziel einer betrieblichen Rendite der Rüstungssparte von zehn Prozent im Jahr 2015 setzte der Finanzchef ein dickes Fragezeichen. „Das wird deutlich schwieriger zu erreichen sein. Nach heutiger Einschätzung ist für 2015 nicht mehr mit dieser Größenordnung zu rechnen“, sagte Merch. 2013 hatte die Sparte lediglich eine Rendite von 2,8 Prozent erzielt. Die Autozuliefersparte dürfte hingegen die für 2015 ausgegebene Vorgabe einer operativen Rendite von acht Prozent (2013: 6,5 Prozent) erfüllen. „Das Ziel steht“, sagte Merch.

          Die ersten Früchte des Sparprogramms, dem rund 1150 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, werde Rheinmetall in diesem Jahr ernten. Merch erwartet Einsparungen von bis zu 25 Millionen Euro. Von 2015 an rechne der Konzern mit einer Kostenentlastung von mindestens 60 Millionen, sagte Merch.

          Nachdem erste Kennzahlen bereits am 19. Februar veröffentlicht wurden, stellt Rheinmetall seine Bilanz für 2013 am Mittwoch vor. Dann will der Konzern auch eine Prognose für 2014 geben sowie seine Mittelfristziele konkretisieren.

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