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Schokoladen-Aktien : Renditejagd mit dem Schokohasen

  • -Aktualisiert am

Die goldenen Schokoladen-Osterhasen mit dem roten Band und der Glocke kennt jeder. Aktionäre des Schweizer Herstellers freuen sich darüber. Bild: dpa

Osterzeit ist Schokoladenzeit. Neben Weihnachten ist das Osterfest der größte Umsatzbringer für die Süßwarenindustrie. Langfristig orientierte Anleger können dabei mitverdienen.

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          Die Zahl klingt gewaltig: Eine aktuelle Umfrage bei Mitgliedern des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) hat ergeben, dass zum Osterfest 2017 rund 202 Millionen Schoko-Hasen (diese Zahl bezieht sich auf eine einheitliche Basis von 100 Gramm) produziert werden.

          Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg von rund ein Prozent. „Hauptgrund hierfür ist das längere Vorostergeschäft, da das Osterfest in diesem Jahr zwei Wochen später als im Vorjahr liegt“, so Klaus Reingen, Hauptgeschäftsführer im BDSI.

          Der überwiegende Teil der Schoko-Hasen, rund 107 Millionen Stück, verbleiben in Deutschland und erfreuen kleine und große Genießer zum Osterfest. 95 Millionen der hierzulande produzierten Schoko-Hasen gehen ins Ausland, vor allem in die europäischen Partnerländer, aber auch in die Vereinigten Staaten, nach Russland und Australien.

          Trotz neuer Produkte im Sortiment ist der klassische Osterhase aus Vollmilchschokolade nach wie vor am meisten gefragt. Ganz weit vorn in der Verbrauchergunst liegen weiterhin Schoko-Eier, die in keinem Osternest fehlen dürfe, so der BDSI.

          Niemand mag sich also Ostern ohne Schokolade in Form von Hasen oder Eiern vorstellen. Eine Tradition, die weiter anhält und von der Anleger langfristig im eigenen Aktiendepot profitieren können, indem sie auf „süße“ Aktien setzen.

          Barry Callebaut - unbekannt, aber groß

          Wann immer es um das Thema Schokolade an der Börse geht, stoßen Anleger sehr schnell auf Barry Callebaut. Für Verbraucher dürfte der Name fast unbekannt sein. Die Produkte des Schweizer Konzerns sind es nicht. In einem von vier konsumierten Kakao- und Schokoladenprodukten rund um die Welt steckt Barry Callebaut. Zudem ist das Unternehmen als Outsourcing-Partner der Nahrungsmittelindustrie weltgrößter Lieferant von Gourmet- und Spezialitätenschokolade.

          Im Geschäftsjahr 2015/16 konnte Barry Callebaut den Umsatz auf 1,83 Milliarden Schweizer Franken ausweiten. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 219 Millionen Schweizer Franken. Der Start ins aktuelle Geschäftsjahr 2016/17 verlief vielversprechend. Zwischen September und November 2016 konnte der Umsatz auf 493 Millionen Schweizer Franken gesteigert werden.

          Wie das erste Halbjahr verlaufen ist, wird Barry Callebaut am morgigen Mittwoch bekannt geben. Dann wird auch Klarheit darüber herrschen, ob Konzernchef Antoine de Saint-Affrique seine eigenen „smarten“ Wachstumsziele erfüllen kann. Mittelfristig will Barry Callebaut beim Absatz um 4 bis 6 Prozent und beim Betriebsergebnis Ebit sogar noch stärker wachsen.

          Um dieses Wachstumsziel zu erreichen kauft Barry Callebaut verstärkt Produktionskapazitäten zu. Jüngstes Ziel ist ein Werk im belgischen Halle. Verkäufer ist Mondelēz International, einer der größten Nahrungsmittelkonzerne der Welt.

          Es wurde kein Wertpapier gefunden!

          Die Schweizer Schoko-Aktie ist für Anleger ein Traum. Erst Anfang April hatte das Papier eine historische Bestmarke gesetzt. Wer die Aktie des weltweit größten Schokoladenproduzenten seit Jahren besitzt, kann sich über regelmäßige Dividendenausschüttungen neben einem kontinuierlichen Kursanstieg freuen.

          Schokoladen-Produktion bei Barry Callebaut.

          Der Milka-Hasen-Hersteller Mondelēz

          Operativ lief es für den schon genannten amerikanischen Mitbewerber Mondelēz International zuletzt nicht so rund. Der Umsatz sank 2016 um 12,5 Prozent auf 25,9 Milliarden Dollar, während der Nettogewinn auf 1,66 Milliarden Dollar geradezu einbrach. Dennoch gab sich Mondelēz International zuletzt Mitte Februar optimistisch, Umsatz und operative Marge wieder deutlich verbessern zu können.

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