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Private Equity : Chancen bei Princess Private Equity

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Edel wie eine Prinzessin Bild: @nav

Bei Private Equity-Investments zählt die Qualität und die Diversifikation. Die sind erreichbar über börsengehandelte Beteiligungsgesellschaften.

          3 Min.

          Gerade die zurückliegenden Monate haben gezeigt, dass der stellvertretend für den Bereich Private Equity und besonders für das Segment der Finanzierung junger Wachstumsfirmen oft verwendete Begriff "Risikokapital" tatsächlich berechtigt ist. Doch die spezielle Konstruktion eines Produktes namens Princess Private Equity Holding (WKN 313965, Börse Frankfurt) ermöglicht einen Zugang zum Risikokapital fast ohne Risiko.

          Bei Princess handelt es sich um eine echte Finanz-Innovation, bei der eine börsennotierte Wandelanleihe (0 Prozent Coupon) mit einer breit diversifizierten, hochwertigen Private Equity-Anlage verknüpft ist. Princess Private Equity Holding ist ein Gemeinschaftsunternehmen der weltweit zweitgrößten Rückversicherung Swiss Re (Schweizer Rück) und des Private Equity-Spezialisten Partners Group. Die Anleihe mit Laufzeit bis 2010 kann ab 2007 in Aktien der Private Equity-Gesellschaft Princess Holding gewandelt werden.

          Festes Sicherheitsnetz

          In der Praxis bedeutetet dies, dass für den Anleger ein festes Sicherheitsnetz geknüpft ist. Denn der Finanzgigant Swiss Re garantiert die Rückzahlung zu 100 Prozent im Jahr 2010 für Anleger. Da Princess derzeit um 82 Prozent gehandelt wird, ist somit eine Rendite von rund 2 Prozent jährlich bereits sicher. Auch die renommierte Rating-Agentur Standard & Poor's fand bei diesem Konzept kein Haar in der Suppe und stufte die Wandelanleihe mit dem begehrten AAA-Rating ein. Somit scheint das größte Risiko für den deutschen Anleger vornehmlich in der Währungsentwicklung zu liegen. Immerhin ist die Anleihe in US-Dollar notiert und investiert rund 60 Prozent des Anlagebetrages im Dollar-Raum.

          Überschaubares Verlustrisiko ...

          Die überschaubar das Verlustrisiko bei diesem Investment im Vergleich zu anderen Private Equity-Anlagen ist, offenbart auch folgende Rechnung: Sollte der Kurs auf 70 Prozent zurückfallen, wäre eine jährliche Rendite von gut vier Prozent gesichert. Würde die Notierung gar auf 65 Prozent fallen, würde sich bereits eine sichere jährliche Rendite von knapp fünf Prozent jährlich ergeben. Damit würde diese Anleihe den Konditionen vergleichbarer Anleihen entsprechen. Das verbliebene Verlustpotential vom aktuellen Kurs bis in diesen Bereich, wo die Wandelanleihe wie eine vergleichbare Anleihe ohne Private Equity-Chance bewertet wäre, beträgt somit noch rund 20 Prozent. Kursverluste dieser Größe bringen viele börsennotierte Venture-Unternehmen bekanntlich nicht selten in wenigen Börsentagen zusammen.

          ... bei hohen Rendite-Chancen

          Diesem überschaubaren Verlustpotential von Princess stehen hohen Rendite-Chancen gegenüber. Schließlich profitiert der Anleger voll von den Chancen des Privates Equity-Marktes. Branchenübliche Renditen von 15 bis 20 Prozent jährlich sind somit mit dieser Anlage langfristig nicht unrealistisch.

          Strenge Qualitätsanforderungen

          Der Anleger profitiert von diesem Absicherungskonzept gleich doppelt. Einmal über den Absicherungseffekt und zudem über die Sicherstellung einer ausgezeichneten Qualität. Denn damit die Swiss Re sich bereit zeigte, das Risiko dieser Absicherung zu tragen, mußten strenge Qualitätsanforderungen erfüllt werden. So liegt die Verantwortung für die Anlageentscheidungen in den Händen von drei erstklassigen Private-Equity-Spezialisten. Im einzelnen sind dies die amerikanische Hamilton Lane, der größte Private-Equity-Manager der USA, Invesco sowie die Schweizer Partners Group. Alle drei Private-Equity-Spezialisten übertrafen mit ihrer historischen Performance den Branchendurchschnitt von rund 17 % deutlich. Um das Risiko möglichst gering zu halten wurde zudem eine sehr ausgewogene Streuung in Bezug auf Branchen, Länder und Entwicklungszyklen des Portfolios vorgenommen.

          Ungünstiger Investitionszeitpunkt

          Als einzigen wirklichen Schwachpunkt dieses überzeugenden Anlageproduktes sehen wir allein den Zeitpunkt der Auflegung. So wurde ein großer Teil der Investitionen im Jahr 2000 und damit in der Zeit des Börsenbooms getätigt. Die hohen Preise an den Börsen schlugen durchaus auch auf die Preise privater Unternehmensbeteiligungen durch. Somit sieht sich auch Princess derzeit Korrekturen des inneren Wertes ausgesetzt. Im November/Dezember 2001 wurden aufgrund der schwierigen weltwirtschaftlichen Situation bedeutende Bewertungskorrekturen vorgenommen. Dies traf vor allem auf die Venture-Investitionen der Jahre 1999 und 2000 zu. Unter Berücksichtigung der seit September 2001 erhaltenen Finanzzahlen (circa 85 Prozent der Partnerships) wurde der innere Wertes des Princess Portfolios um rund vier Prozent auf 92,2 Prozent zurückgenommen.

          Weitere Korrekturen zu erwarten

          Teilweise erwarten wir hier noch weitere Korrekturen. Allerdings hat sich diese Erwartung auch schon im aktuellen Kurs von Princess niedergeschlagen, der um 82 Prozent liegt. Damit beträgt der Abschlag gegenüber dem inneren Wert rund elf Prozent, was aus unserer Sicht die verbliebenen Risiken gut abdeckt. Princess bietet nach unserer Überzeugung für den Privatanleger eine erstklassige und bequeme Möglichkeit, sich am lukrativen Private Equity-Markt zu beteiligen. Bereits ab einer Stückelung von 1000 Dollar kann in Frankfurt mit börsentäglicher Liquidität geordert werden. Dabei sollten Aufträge jedoch streng limitiert werden, da die Umsätze doch recht gering sind.

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