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Finanzmärkte in Aufruhr : Trumps Politik-Chaos setzt Börsen weltweit zu

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Das verwirrende Verhalten von Amerikas Präsidenten bleibt auch an der Börse nicht ohne Folgen: Die Wall Street erlebt am Mittwoch ihren schlechtesten Tag seit Trumps Amtsantritt. Auch auf dem Parkett in Frankfurt ist man verunsichert.

          Die Börsen in den Vereinigten Staaten haben am Mittwoch mit ihrem schlechtesten Ergebnis seit der Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten geschlossen und die Rekordjagd abrupt beendet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 1,8 Prozent auf 20.606 Punkte nach und verzeichnete den größten Tagesverlust seit September. Der breiter gefasste S&P-500 sank ebenfalls um 1,8 Prozent auf 2357 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 2,6 Prozent auf 6011 Punkte. Unter den größten Verlierern des Tages befinden sich Bankinstitute. „Washington, wir haben ein Problem“, schrieb Analyst Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets.

          Die zunehmend verwirrende Politik unter Trump und die schwache Wall Street haben zudem in Deutschland Spuren hinterlassen und dem Dax am Mittwoch schwer zugesetzt. Mit einem Minus von 1,35 Prozent auf 12.631,61 Punkte beendete der deutsche Leitindex den Handel an der Frankfurter Börse. Im laufenden Jahr ist dies sein bislang größter Tagesverlust. Noch am Vortag hatte der Dax bei 12.841,66 Punkten eine weitere Bestmarke gesetzt. Der MDax der mittelgroßen Werte rutschte zur Wochenmitte um 1,66 Prozent auf 24 685,71 Zähler ab. Für den TecDax ging es um 1,49 Prozent auf 2198,05 Punkte abwärts.

          Trump werde immer stärker zu einer Belastung für die Aktienmärkte, sagte Analyst Gregor Kuhn vom Handelshaus IG Markets, während Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets das Politik-Chaos in Washington als Stimmungskiller bezeichnete. Das dominierende Angst-Thema nicht nur am deutschen Aktienmarkt sei derzeit eine mögliche starke Korrektur an der Wall Street, erklärte Stanzl.

          Angeblich soll Trump den ehemaligen FBI-Chef James Comey gebeten haben, die Ermittlungen gegen seinen früheren nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn wegen dessen Russland-Kontakten einzustellen. Mit dem zunehmenden Druck auf den Präsidenten verringere sich nun die Chance, dass die Steuerreform in naher Zukunft umgesetzt werde, sagten Händler. Nicht zuletzt die Aussicht auf ein staatliches Konjunkturprogramm in den Vereinigten Staaten hatte die Börsen lange befeuert.

          Aktien von Banken reagierten am Nachmittag mit deutlichen Kursabschlägen auf die Verhältnisse in Washington. Im Dax sackten die Titel der Deutschen Bank als Index-Schlusslicht um 3,49 Prozent ab. Die Papiere des Immobilienkonzerns Vonovia verloren 3,36 Prozent, doch dies lag in erster Linie an dem Dividendenabschlag. Top-Wert im Dax waren wie schon am Vortag die Anteile des Industrie- und Stahlkonzerns Thyssenkrupp mit weiteren Gewinnen von 3,05 Prozent.

          Der Euro wurde von den politischen Turbulenzen in Amerika bis über 1,11 Dollar getrieben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1117 (Dienstag: 1,1059) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8995 (0,9042) Euro.

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