https://www.faz.net/-gv6-qc1d

Öl-Ausrüster : Aktie von Schoeller-Bleckmann hält bisher ihren Trend

  • Aktualisiert am

Ausrüstungsproduktion bei SBO Bild: SBO

Die Aktie von Schoeller-Bleckmann konnte in den vergangenen Jahren deutliche Kursgewinne verbuchen. Das Unternehmen profitiert vom Ölboom. Das Papier befindet sich in einem Trend nach oben, ist allerdings nicht gerade günstig.

          2 Min.

          Kursgewinne satt konnten in den vergangenen zwei Jahren die Aktionäre der im Wiener ATX notierten Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) verbuchen. Das Papier etablierte nach einem Zwischentief bei 6,25 Euro im Dezember des Jahres 2002 einen Aufwärtstrend und legte inzwischen 284 Prozent zu auf zuletzt 24 Euro

          Damit liegt das Papier nur knapp unter seinem noch im Juli erreichten Allzeithoch von knapp 25 Euro. Der Trend zeigt weiterhin nach oben, allerdings scheint die Bewertung mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 21,15 und knapp 18 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Jahr nicht ausgesprochen günstig zu sein.

          Unternehmen profitiert vom anhaltenden Ölboom

          Das Unternehmen profitiert offensichtlich vom anhaltenden Ölboom. Das zeigt sich unter anderem an der Entwicklung des Ergebnis in der ersten Hälfte des laufenden Jahres. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich auf 10,6 Millionen Euro und lag damit um 59 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 79,1 Millionen Euro.

          Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Aktie von Schoeller-Bleckmann in den vergangenen Jahren
          Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Aktie von Schoeller-Bleckmann in den vergangenen Jahren :

          Auch die Auftragslage hat sich verbessert. So konnte der Auftragseingang um 22 Prozent auf 103,9 Millionen Euro gesteigert werden. Der Auftragsstand per Ende Juni 2005 lag mit 61,7 Millionen Euro deutlich über dem Vergleichswert des Jahres 2004 von 45 Millionen Euro.

          „Wie erwartet investieren die internationalen Ölgesellschaften angesichts der anhaltend starken Rohölnachfrage verstärkt in die Erschließung neuer Ölquellen. Von diesem positiven Marktumfeld konnte SBO optimal profitieren“, kommentierte Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG, das Halbjahres-Ergebnis. „Die gute Nachfrage betraf alle Segmente und alle Produktionsstandorte, ganz besonders aber auch die Bohrmotorensparte BICO. Der vor einigen Monaten am Markt neu eingeführte Bohrmotor „Spiro Star“ stieß auf sehr gute Marktresonanz.

          Konzernergebnis plus 71 Prozent

          Das Konzernergebnis der ersten sechs Monate lag mit 7,5 Millionen Euro um 71 Prozent über dem Vergleichswert von 2004. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,52 Euro, berechnet auf die nach der Kapitalerhöhung 2005 erhöhte Aktienanzahl von durchschnittlich 14,5 Millionen Stück.

          Die im März 2005 erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung erbrachte einen Nettozufluß in Höhe von 51,8 Millionen Euro. Dadurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 62 Prozent. Ein Teil der Mittel aus der Kapitalerhöhung wurde zuletzt zur Rückführung kurzfristiger Verbindlichkeiten sowie für Investitionsfinanzierungen verwendet. Der Großteil ist für das strategische Investitionsprogramm im Umfang von insgesamt rund 100 Millionen Euro im Bereich Oilfield Equipment vorgesehen, das bis 2007 abgeschlossen sein wird. Die Investitionstätigkeit soll im zweiten Halbjahr 2005 weiter intensiviert werden.

          Mit Blick auf das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen bei Weiterbestehen des aktuellen Marktumfeldes mit einer anhaltend starken Auftragslage. Der aktuell hohe Auftragsstand bilde die Basis für eine anhaltend gute Entwicklung. Ein Teil des Auftragsstandes sei von den Kunden bereits für das Jahr 2006 geordert worden.

          Das sind insgesamt keine schlechten Nachrichten. Sie dürften der Aktie in einem anhaltenden freundlichen Börsenklima Rückenwind geben. Allerdings könnten Absicherungsstrategien aufgrund der Bewertung nicht überzogen sein.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fanden im Eiltempo in der „NRW-Koalition“ zusammen: Christian Lindner (links) und Armin Laschet

          Mögliche Jamaika-Koalition : Was Laschet im Spiel hält

          Die Vorsitzenden von CDU und FDP kennen sich seit langem. Dass Laschet überhaupt noch auf das Kanzleramt hoffen darf, verdankt er Lindner. Oder will der FDP-Chef nur den Preis für ein Ampel-Bündnis hochhalten?
          Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der Freien Wähler, kurz vor seiner Stimmabgabe am Sonntag

          Kleine Parteien : Der erstaunliche Erfolg der Sonstigen

          Die Freien Wähler sind vor allem im CSU-Stammland erfolgreich. Die Querdenker-Partei feiert in Baden-Württemberg ihren größten Erfolg. Kleinstparteien gehen gestärkt aus der Bundestagswahl hervor.
          „Besonnen und sehr verantwortungsbewusst“: Hessens Ministerpräsident wird von seinem Generalsekretär gelobt – derweil läuft die Diskussion, ob ihn das Abschneiden der CDU schwächt

          Nach der Wahl : Bouffiers Rolle löst Debatte aus

          Wie wirkt sich die Bundestagswahl auf Hessen aus? Die Diskussion der Gewinner und Verlierer verläuft kontrovers. Dabei steht nicht zuletzt der Ministerpräsident im Blickpunkt.
          Das Gemälde „Girl with balloon“ von Banksy schnitt ein eingebauter Schredder während einer Auktion in Streifen. Nun will Sotheby’s das Bild für 6 Millionen Pfund versteigern.

          Sotheby’s-Chefauktionator : „Wie hat Banksy das angestellt?“

          Als Chefauktionator von Sotheby’s versteigerte Oliver Barker das geschredderte Werk „Girl with balloon“ von Banksy. Im Interview erzählt er von der verrücktesten Versteigerung seines Lebens – und gibt Tipps zum Bilderkauf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.