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Dax fällt unter wichtige Marke : Nordkorea-Spannungen beunruhigen Anleger

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Amerikas Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beeinflussen seit Tagen die Börsenkurse. Bild: AP

Die Börsen sind wegen des Schlagabtauschs von Präsident Donald Trump mit Nordkorea zum Wochenschluss angezählt. Anleger trennen sich vor allem von Aktien einer Branche, während Gold gefragt ist.

          Die Angst vor einem bewaffneten Konflikt in Fernost hat Anleger am Freitag erneut umgetrieben. "Obwohl alle Seiten sowohl die Vereinigten Staaten als auch Nordkorea zur Mäßigung und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufrufen, ist das zurzeit unwahrscheinlich", sagte Analyst Dirk Gojny von der Essener National-Bank. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 11.952 Punkte und rutschte damit erstmals seit etwa vier Monaten unter die psychologisch wichtige 12.000er Marke.

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          Die steigenden Spannungen zwischen Amerika und Nordkorea lieferten den großen Aktienindizes keine große Chance auf eine signifikante Erholung vor dem Wochenende, kommentierten die Experten der LBBW. Der Dax droht nun auch unter die 200-Tage-Linie zu sinken, die den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Börsentage anzeigt. Fällt diese Unterstützung, könnte es weitere Kursverluste geben.

          Hart traf es die auch Börse in Seoul. Der südkoreanische Leitindex fiel auf ein Drei-Monats-Tief und die Währung des Landes steuerte mit einem Minus von insgesamt mehr als eineinhalb Prozent auf den größten Wochenverlust seit fünf Monaten zu. Gleichzeitig nahmen weitere Investoren Kurs auf „sichere Häfen" wie Bundesanleihen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Sechs-Wochen-Tief von 0,375 Prozent. Die „Antikrisen-Währung" Gold war mit 1288,97 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) so teuer wie zuletzt vor zwei Monaten.

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          Amerikas Präsident Donald Trump warnte, Nordkorea würde bei einem Angriff auf Guam Probleme bekommen, wie sie nur wenige Länder erlebt hätten. Das asiatische Land hatte zuvor gedroht, die amerikanische Militärbasis auf der Pazifikinsel ins Visier zu nehmen. Die Lage könnte schnell eskalieren, aber wir fragen uns, ob dies eine bewusste Ablenkung von den Untersuchungen zu den Russland-Verbindungen des Trump-Wahlkampfteams ist", sagte Graham Bishop, beim Vermögensverwalter Heartwood verantwortlich für Geldanlagen. Der amerikanische Sonderermittler Robert Mueller hat eine Grand Jury eingesetzt, um eine mögliche Einmischung Russlands in den Wahlkampf Amerikas zu untersuchen.

          Die Nordkorea-Krise dränge selbst die anstehenden Inflationsdaten Amerikas in den Hintergrund, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. „Obwohl sie darüber entscheiden könnten, ob die Fed die Zinsen ein weiteres Mal in diesem Jahr anhebt." Investoren sehen die Wahrscheinlichkeit hierfür bislang bei weniger als 50 Prozent.

          DT. BANK

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          Am Aktienmarkt trennten sich Investoren vor allem von Finanzwerten die in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich zugelegt hatten. Im Dax fielen die Anteile der Deutschen Bank nach einem negativen Analystenkommentar um 1,2 Prozent auf 14,245 Euro und somit auf einen weiteren Tiefstand seit Ende vergangenen Jahres.

          Im M-Dax verloren die Papiere von Deutsche Wohnen nach der Vorlage von Geschäftszahlen mehr als eineinhalb Prozent. Der Immobilienkonzern hatte den Ausblick auf 2017 bestätigt. Einige Analysten hätten aber auf eine Anhebung gehofft, sagten Händler. Für die Papiere von Innogy ging es um rund 1 Prozent runter. Die RWE-Ökostromtochter habe im ersten Halbjahr etwas schwächer als erwartet abgeschnitten, hieß es am Markt. Gegen den Trend legten die Titel von Stabilus 1,6 Prozent zu.

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