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ABN Amro : Niederlande bringen verstaatlichte Bank an die Börse

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Die Niederlande will die verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse bringen Bild: dpa

Die niederländische Regierung will die in der Finanzkrise verstaatlichte Bank ABN Amro an die Börse bringen. Der Staat hatte die Bank 2008 für 17 Milliarden Euro aufgekauft und Milliarden in deren Sanierung gesteckt. Nun soll die Bank wieder auf eigenen Beinen stehen.

          Im vierten Quartal 2015 sollen zunächst 20 bis 30 Prozent der Anteile an die Börse gebracht werden, kündigte Finanzminister Jeroen Dijsselbloem  in Den Haag an. „Die Bank kann nun wieder dauerhaft auf eigenen Beinen stehen.“ Der Staat hatte die Bank 2008 für 17 Milliarden Euro aufgekauft und weitere fünf Milliarden in deren Sanierung gesteckt. Der Börsenwert wird auf mindestens 15 Milliarden Euro geschätzt.

          Noch vor zwei Monaten hatte die Regierung den schon 2013 geplanten Verkauf nach großer Empörung über eine massive Gehaltserhöhung für die Vorstände und fragwürdigen Geschäften in Dubai ausgesetzt. Jetzt sei das Vertrauen wieder hergestellt, sagte Dijsselbloem nach einer öffentlichen Entschuldigung des Bank-Vorstandes.

          „Die Ergebnisse des ersten Quartals 2015 zeigen auch, dass die betriebswirtschaftlichen Leistungen der Bank gut sind,“ sagte der Minister. Die Bank mit rund 22 000 Arbeitsplätzen verbuchte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 543 Millionen Euro, das beste Quartalsergebnis der vergangenen vier Jahre.

          ABN Amro, eines der finanziellen Spitzeninstitute der Niederlande, war 2007 Ziel der mit 72 Milliarden Euro bisher teuersten Übernahme in der Branche. Käufer waren der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis, die spanische Bank Santander und die britische Royal Bank of Scotland. Sie teilten die Bank auf. Nur ein Jahr später brachen im Zuge der Finanzkrise Fortis und RBS auch wegen des zu teuren Kaufs zusammen und mussten von ihren Staaten gerettet werden.

          Die Niederlande legten ABN Amro mit einem Teil von Fortis zusammen. Der Staat hält seitdem alle Anteile. Als Schutzmaßnahme vor Übernahmen soll eine Sicherheitsklausel gelten. Danach erhält der Staat ein Vetorecht, solange er mindestens ein Drittel der Anteile besitzt.

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