https://www.faz.net/-gv6-78v6p

Neues Rekordhoch : Adidas-Aktie steigt um mehr als 6 Prozent

  • Aktualisiert am

Mehr als 6 Prozent hat die Adidas-Aktie am Freitag gegen Mittag gewonnen. Bild: REUTERS

Die Titel des Sportartikelherstellers Adidas sind am Freitag nach Bekanntgabe der Zahlen für das erste Quartal in die Höhe geschnellt. Die Adidas-Aktie erklomm ein neues Rekordhoch.

          2 Min.

          Teurere Sportartikel und ein zügiger Ausbau eigener Geschäfte in den Schwellenländern haben beim Sportkonzern Adidas den Gewinn im ersten Quartal angetrieben. Die Bruttomarge, die Ausschluss über die Profitabilität gibt, erreichte einen neuen Rekordwert - was an der Börse für Jubel sorgte. Adidas-Aktien waren am Freitag die am stärksten nachgefragten Papiere im Dax.

          Außerdem hatte Adidas-Chef Herbert Hainer gute Nachrichten zur angeschlagenen amerikanischen Tochter Reebok im Gepäck. Spätestens im dritten Quartal soll die Fitnessmarke steigende Umsätze aufweisen, sagte er bei Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten drei Monate. Profitabler sei Reebok schon im ersten Quartal geworden. Das Betriebsergebnis kletterte in den ersten drei Monaten im Konzern um 8,1 Prozent auf 442 Millionen Euro. Den Überschuss erhöhte der Nike- und Puma-Konkurrent um 6,5 Prozent auf 308 Millionen Euro. Die DZ Bank sprach in einer ersten Einschätzung von „exzellenten“ Zahlen.

          Die Aktie legte um mehr als 6 Prozent zu und erklomm ein neues Rekordhoch. Das traditionell schwächste Quartal sei vorbei, befand auch Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank. Im weiteren Jahresverlauf dürfte das Ergebnis an Fahrt aufnehmen. Zudem begännen im zweiten Halbjahr die ersten Auslieferungen mit neuen Produkten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

          Bruttomarge erreicht neuen Rekordwert

          „Im ersten Quartal 2013 hat unser Konzern solide Geschäftsergebnisse erzielt“, sagte Vorstandschef Hainer. Die Bruttomarge sei die höchste, die Adidas jemals in einem Quartal erreicht habe. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Konzerns liege sie bei über 50 Prozent. Rückschläge musste Adidas beim Umsatz hinnehmen, der um 1,9 Prozent auf 3,75 Milliarden Euro sank. Im Vorjahr hatte Adidas von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen profitiert.

          Auch Reebok erwies sich wieder als Hemmschuh. Die die schwächelnde Tochter brachte mit 378 Millionen Euro gut 16 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr ein. Das erste Quartal ist allerdings das letzte, in dem Reebok einen schwierigen Vorjahresvergleich hat aufgrund des Verlusts der Ausrüsterlizenz für die National Football League (NFL) sowie in Indien aufgedeckter Unregelmäßigkeiten. Auch neue Produkte sollen den Umsatz ankurbeln. Seit kurzem gibt es beispielsweise eine Smartphone-App, mit der man sein Fitness-Workout zusammenstellen kann. Nach den Schulferien sollen dann neue Reebok-Schuhe in die Läden kommen.

          Neue Produkte

          Auch für die anderen Marken sei die Pipeline gut gefüllt, betonte Hainer. Die ersten Adidas-Artikel zur WM in Brasilien bringt Adidas im dritten Quartal raus. „Im Dezember kommt dann der offizielle Matchball und dann geht es Schlag auf Schlag weiter bis zum Sommer 2014“, zählte er auf. 2013 soll der Konzernumsatz so währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich wachsen und der Überschuss auf 890 bis 920 Millionen Euro steigen.

          Den Adidas-Konzern sieht Hainer von dem Steuerskandal um den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, unberührt. Was die Regeln der guten Unternehmensführung angehe, sei Adidas absolut sauber, sagte er. Hainer sitzt im Aufsichtsrat der Bayern. Der Konzern ist zudem an dem Fußballclub beteiligt. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gegen Hoeneß.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          „Executive Orders“ : Bidens radikale Abkehr von Trumps Kurs

          Der neue amerikanische Präsident ordnet schon kurz nach Amtsantritt eine Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Klimaabkommen und zur WHO an. Auch hebt er Einreiseverbote auf und stoppt den Mauerbau zu Mexiko. Insgesamt unterschreibt er 17 Dekrete.
          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 20. Januar in Berlin

          Grenzkontrollen in der EU : Brüssel hat Merkels Warnschuss gehört

          Die Bundeskanzlerin droht angesichts der schnellen Verbreitung der neuen Virusvariante mit Grenzkontrollen. Sie will in der EU eine Testpflicht für Pendler aus Hochrisikogebieten durchsetzen. Diese Gebiete müssten aber erst einmal definiert werden.

          Nawalnyjs Blockbuster : Der Held kämpft in der Zelle

          Am orthodoxen Epiphaniasfest taucht auch Putin im Eiswasser unter, wie es Gläubige tun, um ihre Sünden abzuwaschen. Ist die Farbe seiner Badehose eine Anspielung auf Alexej Nawalnyj? Der Kremlkritiker inszeniert einen lebensgefährlichen Blockbuster.
          Die Burg Hohenzollern bei Bisingen (Baden-Württemberg)

          Hohenzollern-Ansprüche : Freispruch oder Klage

          Eigentlich ganz einfach: Der Kulturausschuss in Potsdam berät über die Hohenzollern-Ansprüche. Doch während die einen zum Verhandlungsstand vom Dezember 2018 zurückkehren wollen, haben andere genug vom Reden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.