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Neues Engagement : Warren Buffett steigt bei Apple ein

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Warren Buffett Bild: Reuters

Der Star-Investor Warren Buffett setzt auf Apple: Am Montag wurde bekannt, dass er mit 9,8 Millionen Anteilsscheinen bei dem Elektronikkonzern eingestiegen ist. Die Beteiligung ist überschaubar. Warum sie für Apple dennoch wichtig ist.

          Erst vor wenigen Tagen hat der amerikanische Investor Carl Icahn verkündet, seinen Anteil am Elektronikkonzern Apple verkauft zu haben. An seiner Stelle hat das Unternehmen jetzt einen anderen prominenten Aktionär: Am Montag wurde bekannt, dass der Investor Warren Buffett über seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway bei Apple eingestiegen ist. Berkshire Hathaway hatte einer Mitteilung zufolge Ende des ersten Quartals rund 9,8 Millionen Apple-Aktien. Der Anteil hat beim gegenwärtigen Aktienkurs einen Wert von rund 900 Millionen Dollar.

          Apple wird insgesamt an der Börse mit knapp 500 Milliarden Dollar bewertet, Buffetts Anteil liegt somit weit unter einem Prozent. Icahn hatte einen höheren Anteil und hat nach eigener Aussage mit seiner Apple-Investition einen Gewinn von 2 Milliarden Dollar gemacht.

          Nachricht kam an der Börse gut an

          Obwohl Buffetts Engagement noch überschaubar ist, kam die Nachricht an der Börse gut an. Der Aktienkurs von Apple legte zeitweise um fast 2 Prozent zu. In den vergangenen vier Wochen hat die Apple-Aktie mehr als 15 Prozent an Wert verloren. Vor wenigen Tagen musste der Konzern kurzzeitig wieder seinen Titel als am höchsten bewertetes Unternehmen der Welt an die Alphabet-Holding um den Internetkonzern Google abtreten. Mittlerweile liegt Apple wieder vorne.

          Apple hat einige schwierige Wochen hinter sich. Erst legte der Konzern enttäuschende Quartalszahlen vor und meldete erstmals seit 2003 einen Umsatzrückgang. Kurz danach verkündete Icahn seinen Ausstieg und begründete dies mit Sorgen um das Geschäft in China, das bis vor kurzem noch ein Wachstumsmotor für den Konzern war, sich aber im jüngsten Quartal erheblich abgeschwächt hat.

          Icahn fürchtet, die chinesische Regierung, die kürzlich schon einige Onlinedienste gesperrt hat, könnte dem Unternehmen weitere Steine in den Weg legen. Apple sieht offenbar selbst Handlungsbedarf in China. In der vergangenen Woche gab der Konzern bekannt, eine Milliarde Dollar in Didi Chuxing investiert zu haben, den chinesischen Rivalen des Fahrdienstes Uber. Der Apple-Vorstandsvorsitzende Tim Cook ist gerade selbst nach China gereist und hat sich am Montag mit Unternehmensgründern getroffen. Es ist unklar, ob Cook auch Gespräche mit Regierungsvertretern führen wird.

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