https://www.faz.net/-gv6-pzhg

Nebenwerte : Gesco-Aktie nach erhöhter Gewinnprognose weiter auf Höhenflug

  • Aktualisiert am

Der Chart zeigt die Entwicklung bei der Gesco-Aktie Bild:

Die Beteiligungsgesellschaft Gesco untermauert ihren Aufwärtstrend an der Börse mit einer höheren Gewinnprognose. Die zuletzt schon gut gelaufene Aktie steigt darauf auf den höchsten Stand seit August 1998.

          Schuster bleib´ bei Deinen Leisten! Dieser Spruch trifft voll und ganz auf die Gesco AG zu. Denn seitdem sich die Wuppertaler Beteiligungsgesellschaft wieder ausschließlich auf ihr Stammgeschäft konzentriert, das in der Übernahme kleiner und mittlerer Industrieunternehmen aus den Bereichen Werkzeug-/Maschinenbau und Kunststoff-Technik besteht, läuft es sowohl geschäftlich als auch an der Börse wieder rund.

          Wie gut sich die Geschäfte entwickeln, wird durch die jetzt für das laufende Geschäftsjahr 2004/2005 (per Ende März) angehobenen Geschäftsprognosen deutlich. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, werde der Umsatz nun bei rund 190 Millionen Euro statt wie zuletzt angenommen bei 176 Millionen Euro liegen. Außerdem ließ das im Prime Standard gelistete Unternehmen am Mittwoch abend in einer Pflichtveröffentlichung wiesen, daß der Konzerngewinn voraussichtlich 5,4 Millionen Euro betragen werde und damit über den im Juni prognostizierten 4,8 Millionen Euro ausfallen wird.

          Kurseinbruch fast komplett ausgebügelt

          Konkrete Zahlen zum abgelaufenen Neunmonatszeitraum will das Unternehmen zwar erst am 15. Februar vorlegen, aber die Börsianer warten natürlich nicht bis zu diesem Termin, sondern sie honorieren die guten Nachrichten umgehend mit einem Kurssprung. Am Donnerstag mittag steigt die Aktie um 7,69 Prozent auf 22,40 Euro. Zur Erinnerung: Ende 2003 kostete der Titel noch weniger als vierzehn Euro und im Tief war er im Oktober 2002 sogar für nur 8,20 Euro zu haben.

          Nach dieser Kursrally hat es das 1963 gegründete Unternehmen nun nicht mehr weit bis zu dem im Mai 1998 erreichten Rekordhoch von 24,13 Euro. Und die am Berichtstag gezeigte Kursreaktion zusammen mit dem intakten Aufwärtstrend sprechen dafür, daß die Aktie dieses Kursniveau mittelfristig auch wieder einstellen wird.

          Bewertung noch nicht überzogen

          Zusätzlich optimistisch stimmt auch die Bewertungsseite. Denn trotz der bereits verbuchten starken Kursgewinne macht die mit einem Börsenwert von 56 Millionen Euro ausgestattete Aktie noch keinen überteuerten Eindruck. Auf Basis der jetzt erhöhten Gewinnprognose würde sich ein Gewinn je Aktie von 2,16 Euro ergeben. Daran gemessen beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis nur gut zehn. Außerdem kommt auch noch eine vergleichsweise lukrative Dividendenrendite von rund vier Prozent hinzu.

          Und da Gesco offenbar konkret über weitere Zukäufe verhandelt, bei denen es schon bald zum Abschluß kommen könnte, dürfte die Nachrichtenlage bis auf weiteres gut bleiben. Auch im nächsten Geschäftsjahr ist der Beteiligungsgesellschaft ein höherer Gewinn zuzutrauen, und wenn sich diese Hoffnung erfüllen sollte, dann sind mittel- bis langfristig sogar neue Rekordkurse nicht utopisch.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Finanzminister Olaf Scholz hat sich gegen das von Wirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegte Konzept zur vollständigen Abschaffung des Solis ausgesprochen.

          Finanzminister : Scholz gegen komplette Soli-Abschaffung

          Finanzminister Olaf Scholz kritisiert das von Wirtschaftsminister Altmaier vorgelegte Konzept zur vollständigen Soli-Abschaffung als „Steuersenkung für Millionäre“. Der SPD-Politiker möchte vorerst nur 90 Prozent der Steuerzahler entlasten.
          Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, warnt die Parteien davor, eine Koalition mit der AfD einzugehen.

          Zentralrat der Juden : „AfD schürt Klima auch gegen Juden“

          Zentralratspräsident Josef Schuster warnt: Die AfD sei enger mit dem Rechtsextremismus verwoben, als sie es nach außen darstellt. Im Vorfeld der Wahlen in Sachsen und Brandenburg hält Schuster einen dringlichen Appell an alle Parteien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.