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Nebenwerte : Gesco-Aktie kann Fünfjahreshoch anpeilen

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Nach einem steilen Kursanstieg noch recht günstig bewertet und das Fünfjahreshoch vor Augen - solche Aktien gibt es auch in einem eher müden Aktienjahr. Das Papier der Beteiligungsgesellschaft Gesco ist eine von ihnen.

          Gemessen an dem Verlauf der am meisten beachteten deutschen Aktienindizes haben Anleger mit Dividendenpapieren seit Jahresbeginn kaum etwas verdient. Der Dax hat gut drei Prozent eingebüßt, der TecDax mehr als 13 Prozent. Der SDax mit einem Plus von 6,6 Prozent und vor allem der MDax mit einem Aufschlag von gut zehn Prozent bilden dagegen schöne Ausnahmen.

          Auch ein tieferer Blick in die zweite um die dritte Reihe der Aktien lohnt sich: Nach einem steilen Kursanstieg noch recht günstig bewertet und das Fünfjahreshoch vor Augen - solche Aktien gibt es auch in einem eher müden Aktienjahr. Das Papier der Beteiligungsgesellschaft Gesco ist eine von ihnen. Der Titel ging am Freitag mit einem kleinen Plus von 0,26 Prozent auf dem Frankfurter Parkett aus dem Handel. Damit blieb er nur sieben Cent unter seinem Jahreshoch und 63 Cent oder knapp 3,3 Prozent hinter seinem Fünfjahreshoch zurück. Angetrieben worden ist er in jüngster Zeit auch und gerade von günstigen Meldungen aus dem Unternehmen. Am Montag legt er in der ersten halben Handelsstunde abermals um 0,26 Prozent auf 19,20 Euro zu.

          Auftragseingang deutlicher gestiegen als Umsatz

          Gesco, ein Unternehmen, das sich an mittelständischen Unternehmen vor allem aus den Branchen Werkzeugbau und Kunststofftechnik beteiligt, hat sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 durch die Bank weg gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum verbessert. Der Auftragseingang legte um 25,3 Prozent auf 50,1 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um 4,8 Prozent auf 41,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) wuchs um 10,9 Prozent auf 4,1 Millionen Euro. Und der Periodenüberschuß verbesserte auch dank eines Beteiligungsverkaufs von 800.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro. Daraus errechnet sich ein Quartalsergebnis je Aktie von 61 Cent nach 33 Cent.

          Vor diesem Hintergrund äußerte sich die Konzernleitung zuversichtlich, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Gesco will den Jahresumsatz auf 176 Millionen Euro nach 171,2 Millionen Euro steigern. Das Quartalsergebnis könne indes nicht linear hochgerechnet werden. Die Analysten des Wertpapierhandelshauses MWB trauen dem Konzern ein Ergebnis je Aktie von 1,93 Euro zu, nachdem er im vergangenen Geschäftsjahr vor Sonderbelastungen einen entsprechenden Wert von 1,6 Euro erreicht habe. Gesco bilanziere schon nach IFRS und habe mithin keine Umstellungskosten mehr vor sich.

          Aktie niedrig bewertet vor wenigen Hürden

          Aus dieser Schätzung errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9,9, die Konsensprognose der Analysten läuft auf ein KGV von knapp elf hinaus. Damit ist die Aktie weiter recht günstig, obwohl sich der Titel binnen Jahresfrist um 90 Prozent und innerhalb der jüngsten drei Monate um 9,4 Prozent verteuert hat. Untermauert wird dieser Befund durch das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 0,28, während die vergleichbare Indus-Holding auf ein KUV von 0,53 kommt.

          Charttechnisch sieht es bei Gesco gut aus. Der Titel ist vor gut drei Wochen aus dem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen und wieder in den Aufwärtstrend zurückgekehrt. Um ein technisches Kaufsignal zu setzen, muß er lediglich noch um drei Cent steigen und das Jahreshoch bei 19,22 Euro toppen. Danach ist das Fünfjahreshoch bei 19,78 Euro der nächste Anlaufpunkt. Alles in allem wirkt die Aktie attraktiv. Auch wenn sie ihr Rekordhoch von 24,13 Euro noch nicht annähernd in Reichweite hat.

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