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Nebenwerte : Euromicron-Aktie: Kurs noch nicht ausgereizt

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Bild: FAZ.NET

Der Aktienkurs von Euromicron hat sich in den vergangenen drei Jahren sehr gut erholt. Und fundamental sowie charttechnisch hinterläßt der Spezialist für Glasfasertechnologie unverändert einen guten Eindruck.

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          Seit April 2003 hat es die Aktie der in Frankfurt ansässigen Euromicron AG auf eine Kurssteigerung von mehr als 300 Prozent gebracht. Und das Ende der Fahnenstange muß damit noch nicht erreicht sein. Denn das seit Juni 1998 börsennotierte und mit 750 Mitarbeitern operierende Unternehmen befindet sich sowohl charttechnisch als auch fundamental in einer günstigen Ausgangslage.

          Fundamental steht der mit einer Eigenkapitalquote von 66 Prozent ausgestattete Komponenten- und Systemanbieter für Netzwerkinfrastruktur deshalb gut da, weil die Gesellschaft nach einer im Vorjahr durchgeführten Restrukturierung bei der angestrebten Fokussierung auf den aussichtsreichen Bereich Netzwerk- und Lichtwellenleitertechnologie bereits ziemlich weit vorangeschritten ist. Seit dem im Dezember erfolgten Verkauf der Frako Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH gibt es im Verbund keine Beteiligung außerhalb des Kerngeschäfts mehr.

          Wachstum durch aggressive Zukaufspolitik

          Zusammen mit der Ende 2005 erfolgten Umplazierung des von der Finanzholding Adcapital gehaltenen Mehrheitsanteils an Investoren wie die UBS, die Mainfirst Bank und die Bank Austria Creditanstalt kann Euromicron damit das angestrebte externe Wachstum verwirklichen, gegen das sich Adcapital gesträubt hatte.

          Einen ersten Schritt in diese Richtung hat der Spezialist für Glasfasertechnologie, der Netzwerke für die Übertragung von Sprache, Daten und Bildern errichtet, durch die Übernahme der Krumm Telekom GmbH und der Übernahme der restlichen 20 Prozent an der NTA GmbH bereits getätigt. Um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, und Euromicron zu einem Systemhaus der Netzwerk- und Lichtwellenleitertechnologie mit Alleinstellungsmerkmal zu machen, hat der Vorstand für 2006 eine aggressive Zukaufspolitik angekündigt. Dem Vernehmen nach sollen die derzeit konkret verfolgten Transaktionen ein zusätzliches Umsatzvolumen von jährlich rund 50 Millionen Euro bringen.

          Der Umsatz, der im Vorjahr um 3,7 Prozent auf 114,1 Millionen Euro gestiegen ist, dürfte sich vor diesem Hintergrund in diesem Jahr markant verbessern. Auch beim Jahresüberschuß, der sich 2005 von 4,5 auf 5,6 Millionen Euro erhöhte sowie beim Gewinn je Aktie, der von 0,97 auf 1,21 Euro vorrückte, rechnen Analysten mit einer deutlichen Steigerung. So erwarten die Analysten von SES Research für das Geschäftsjahr 2007 einen Gewinn je Aktie von 2,29 Euro.

          Bewertung und Charttechnik stimmen zuversichtlich

          Stimmt diese Prognose, dann errechnet sich daraus trotz der Kurssteigerungen der vergangenen Jahre bei einer aktuellen Notiz von 21,60 Euro ein moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp unter zehn. Für einen Wachstumswert ist das sicherlich nicht zu viel. Zumal die Aktionäre bei Euromicron auf stetig steigende Dividenden hoffen dürfen.

          Für das Vorjahr hat der Vorstand zwar nur einen unveränderten Ausschüttungssatz von 0,60 Euro je Aktie vorgeschlagen. Aber auch hier ist bei Zielerreichung beim angestrebten Umsatz- und Ergebniswachstum mit Anhebungen in den kommenden Jahren zu rechnen.

          Für weitere Kursgewinne spricht zudem auch der intakte charttechnische Aufwärtstrend. Ebenfalls zu begrüßen ist aus Anlegersicht auch der spätestens für Juni geplante Wechsel vom geregelten Markt in den Prime Standard, wovon sich der Vorstand mehr Aufmerksamkeit für die eigene Aktie verspricht.

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