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Nebenwerte : Die Aktie von Höft & Wessel startet durch

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Der Chart zeigt die Entwicklung bei der Aktie von Höft & Wessel Bild:

Über ein Jahr lang ließen die Anleger die Aktie des Hard- und Software-Anbieters Höft & Wessel bei seitwärts tendierenden Kursen links liegen. Doch zwei Kaufempfehlungen haben das Schattendasein jetzt abrupt beendet.

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          Über ein Jahr lang war das Geld, das in der Aktie von Höft & Wessel steckte, totes Kapital. Denn per saldo kam der Aktienkurs einfach nicht vom Fleck. Selbst die Tatsache, daß der Anbieter von Hard- und Software für die Geschäftsbereiche Handel & Logistik mit Mobiler Datenerfassung, Telematik und Internet, Ticketing & Transport und Parking seit sieben Quartalen ununterbrochen schwarze Zahlen schreibt, konnte den Kurs letztlich nicht beflügeln.

          Das was die operative Entwicklung nicht vermöchte, nämlich die Notierung nach oben zu treiben, das bewirkten jetzt zwei fast zeitgleich veröffentlichte Kaufempfehlungen. Nachdem die Aktie am Berichtstag weitere 15 Prozent auf 5,36 Euro gewinnt, hat sie seit dem 25. Januar nun schon um über 55 Prozent zugelegt.

          Gute Positionierung verspricht Großaufträge

          Die Autoren vom Börsenbrief TradeCentre, werden sich deshalb die Hände reiben, haben sie den Titel doch zu 3,55 Euro in ihr Musterdepot aufgenommen. Sie hatten sich für den Titel stark gemacht, und Höft & Wessel Finanzvorstand René Glasmacher mit den Worten zitiert, daß er die Talsohle der Investitionszurückhaltung für durchschritten hält. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, stellte er für 2005 nicht zuletzt dank der vor zwei Jahren gestarteten Produktoffensive Wachstum und eine bessere Gewinnmarge in Aussicht.

          Nachdem die Gesellschaft ihren Anlegern für 2005 einen Umsatz zwischen 80 bis 85 Millionen Euro sowie eine Umsatzrendite von zwei Prozent in Aussicht gestellt hat, traut man beim Börsenbrief TradeCentre dem Unternehmen 2005 einen Umsatz von über 90 Millionen Euro und eine sich Richtung fünf Prozent verbessernde Umsatzrendite zu.

          Höft & Wessel war übrigens auch am Mautprojekt beteiligt, indem man für Toll Collect Maut-Automaten aufstellte. Von den eigentlichen Maut-Problemen ist das Unternehmen weitgehend verschont geblieben, so daß jetzt, nachdem das System endlich funktioniert, möglicherweise auch Aufträge aus dem Ausland kommen werden.

          „Neue Märkte“ hält Kurse von neun Euro nicht für ausgeschlossen

          Für gut positioniert halten Höft & Wessel auch die Analysten von „Neue Märkte“. Sie stufen die Aktie als „starken Kauf“ ein und begründen ihre Zuversicht auch mit dem neu in Amerika an Land gezogenen Auftrag, die Stadt Westfield im Bundesstaat New Jersey 14 "Pay & Display"-Automaten zu beliefern. Da diese Geräte auch vermehrt in anderen amerikanischen Städten zum Einsatz kommen dürften, bestehe hier die Chance auf Folgeaufträge.

          Mit Blick auf den Mautbereich glaubt man bei „Neue Märkte“, daß sich hier ab dem Jahr 2006 ein Umsatzschub einstellen könnte, wodurch beim Umsatz die Grenze von 100 Millionen Euro überschritten werden könnte. Vor diesem hoffnungsvollen fundamentalen Hintergrund und einer sich nach dem vollzogenen Ausbruch nach oben positiv gestaltenden Charttechnik sei nun sogar ein Anstieg bis in den Bereich von neun Euro denkbar.

          Bei dieser optimistischen Prognose scheinen momentan zwar noch viele Hoffnungen mitzuspielen. Einen überbewerteten Eindruck macht der Titel bei einer Marktkapitalisierung von gut 45 Millionen Euro aber in der Tat noch nicht. Es könnte sich somit lohnen, die Aktie etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Bestätigt der Vorstand bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2004 die in den jetzt veröffentlichten Studien dargelegten Einschätzungen, dann dürften für die Aktie die bis vor kurzem ruhigen Zeiten bis auf weiteres vorbei sein.

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