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Nebenwerte : Der M-Dax erreicht ein Rekordhoch

Steigende Kurse beim Dax und M-Dax Bild: dpa

Der 1996 eingeführte Nebenwerteindex M-Dax liegt seit Jahresbeginn 30 Prozent im Plus und verzeichnet mittlerweile ein Rekordhoch. Der große Bruder Dax hat dieses Jahr 25 Prozent an Wert gewonnen.

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          Die deutschen Aktienindizes haben sich am Mittwoch nur mit leichten Aufschlägen präsentiert. Doch dem Nebenwerteindex M-Dax reichte bis Handelsschluss ein Plus von 0,7 Prozent auf 11.556 Punkte, um ein Rekordhoch zu verzeichnen. Eingeführt wurde der Index der mittelgroßen deutschen Aktiengesellschaften im Januar 1996, zurückgerechnet wurde er bis Ende des Jahres 1987.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Der große Bruder Dax hingegen legte am Mittwoch nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage eine Verschnaufpause ein und schloss nur leicht um 0,3 Prozent höher bei 7.396 Punkten. Sein bisheriges Jahreshoch erreichte der Standardwerteindex mit 7.479 Punkten im September. Sein höchstes Niveau überhaupt verzeichnete der Dax vor der Finanzkrise im Juli 2007 mit 8.152 Punkten.

          M-Dax Unternehmen gelten als flexibler und dynamischer

          Auch in der vorläufigen Jahresbilanz haben die Werte der zweiten Reihe die Nase vorn. Während der M-Dax nun fast 30 Prozent an Wert gewonnen hat, steht für den Dax ein Plus von 25 Prozent zu Buche. Mittelgroße Unternehmen gelten häufig als flexibler und dynamischer als große. Ihre Aktien schneiden aller Erfahrung nach nur in Phasen eines stärkeren konjunkturellen Abschwungs schlechter ab als die der Standardwerte.

          Am Mittwoch belasteten enttäuschende Quartalszahlen zum Beispiel von Intel oder IBM die zuletzt eher positivere Stimmung der Anleger. Im M-Dax legte eine Handvoll an Werten um 3 Prozent und mehr im Kurs zu. Die Aktie des Baukonzerns Hochtief verzeichnete bis Ende der Börsensitzung sogar ein Kursplus von 5,6 Prozent. Aber auch andere konjunktursensitive Titel wie die Stahlwerte Kloeckner & Co. und Salzgitter sowie die Papiere des Handelskonzerns Metro und des Automobilzulieferers Leoni waren gesucht.

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