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Nach Abgas-Skandal : Volkswagen-Aktienkurs bricht um 22 Prozent ein

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Volkswagen-Vorstandschef Martin Winterkorn hat den Abgas-Skandal zur Chefsache gemacht. Bild: dpa

Volkswagens Abgas-Skandal wirkt sich auch an der Börse gravierend aus. Der Aktienkurs stürzt ab, auch die Anteile anderer deutscher Hersteller sind deutlich unter Druck. Was nun?

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          Nachdem Volkswagen am Wochenende eingestanden hat, in Amerika Abgastests manipuliert zu haben, ist der Aktienkurs des Konzerns eingebrochen. Volkswagen-Anteile verbilligten sich zu Wochenbeginn um beinahe ein Fünftel auf 136 Euro. Auch die Aktienkurse anderer deutscher Hersteller gaben deutlich nach: BMW- und Daimler-Aktien verloren rund 4 Prozent an Wert, die Titel des Reifenherstellers Continental um 3 Prozent. Wie sehr dahinter Sorgen um Folgen des neuen Skandals stecken, zeigt ein Blick auf den Dax insgesamt: Der tendierte mit minus 1 Prozent nur leicht schwächer als am Freitag.

          An Markt verloren aber nicht nur die Anteile an VW an Wert. Auch die Kurse spezieller Anleihen gaben merklich nach, die Preise der richtungweisenden fünfjährigen VW-Kreditausfall-Derivate (CDS) stiegen nach Angaben des Finanzdienstes Bloomberg auf den höchsten Stand seit Oktober 2012.

          Europas größter Autobauer hat unterdessen den Verkauf von Diesel-Autos mit Vierzylindermotoren in den Vereinigten Staaten gestoppt. Das sagte ein Unternehmens-Sprecher an diesem Montag. Davon betroffen seien aktuelle Modelle der Marken Volkswagen und der Tochtergesellschaft Audi. VW werde bis auf weiteres auch keine gebrauchten Fahrzeuge dieses Typs verkaufen.

          Volkswagen hatte am Sonntag eingeräumt, die Abgaswerte von Diesel-Autos in Amerika für Fahrzeugtests manipuliert zu haben. Die amerikanische Umweltbehörde EPA führt eine Untersuchung gegen den Konzern unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Klimaschutzgesetz „Clean Air Act“.

          Milliardenstrafe droht : VW räumt Abgas-Manipulationen in Amerika ein

          Dem Dax-Konzern drohen deswegen schlimmstenfalls hohe Strafzahlungen. Sie könnten sich wohl auf mehr als 18 Milliarden Dollar belaufen. Darin eingerechnet ist noch nicht ein abzuschätzender Imageschaden für das Unternehmen. Und auch Konzernchef Martin Winterkorn, der sich gerade erst in einem spektakulären Machtkampf gegen den früheren Aufsichtsrats-Chef Ferdinand Piech durchgesetzt hatte, steht unter Druck.

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