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Mode : Esprit-Aktie wirkt weiter hübsch

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Die Esprit-Aktie hat ein neues Rekordhoch markiert. Befeuert wird der Aktienkurs durch vorteilhafte Analystenkommentare und gut laufende Geschäfte. Die ambitionierte Bewertung wirkt bisher nicht als Bremse.

          Keine Aktie hat sich binnen Jahresfrist an der Börse in Hongkong so gut entwickelt wie jene der Esprit Holding. Das Papier des Modeherstellers ist in den vergangenen zwölf Monaten um knapp 73 Prozent im Weret gestiegen, während der Hang Seng-Index im selben Zeitraum sich um 47,4 Prozent verbessert hat. Zu Wochenbeginn ist Esprit auf ein neues Rekordhoch von 31,90 Hongkong Dollar (HKD) gelaufen, und an der Frankfurter Börse rückt es auf 3,35 Euro vor.

          Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen stehen die Zeichen im Hang Semg in diesen Tagen auf Kursgewinne. Zum zweiten hat Esprit vergangene Woche neue Zahlen vorgelegt, die weitaus besser ausgefallen sind als erwartet. Und angesichts dessen hat die Investmentbank Morgan Stanlay das Kursziel für die Esprit-Aktie deutlich angehoben.

          Esprit profitiert vom schwachen Dollar und Europa-Wachstum

          Wie der Modehersteller am Donnerstag mitteilte, ist sein Halbjahresgewinn unter dem Strich auf 886 Millionen Hongkong Dollar nach 578 Millionen Hongkong Dollar gestiegen. Damit war Esprit nicht nur um 53 Prozent besser als im gleichen Zeitraum des vorherigen Geschäftsjahrs - der Konzern hat auch die Erwartungen von Analysten klar geschlagen, die mit einem Plus von 33 Prozent auf 719 Millionen HKD gerechnet hatten.

          Nach Angaben von Esprit waren vor allem die guten Verkäufe auf dem europäischen Markt, wo die Umsätze um 42 Prozent gestiegen seien, für das gute Ergebnis verantwortlich. Zudem teilte die Gesellschaft mit, die Halbjahresdividende von 7,5 Hongkong Cents auf 19 Hongkong Cents zu erhöhen. Aufgrund dessen hat Morgan Stanley das Kursziel von 26 auf 35 HKD angehoben.

          Die Fondsgesellschaft Comgest, die Esprit als Top-Engagement in ihrem Growth Greater China-Fonds hat, sieht weiter Raum für Wachstum bei Esprit. Das Unternehmen selbst erwartet, in Großbritannien relativ am stärksten zu wachsen. Die Gesellschaft profitiert von der Stärke des Pfund und des Euro gegenüber dem amerikanischen Dollar, an den der Hongkong Dollar laut Bloomberg gekoppelt ist. Dadurch erhöhen sich die in Pfund und Euro erzielten Einnahmen, wenn sie in HKD umgerechnet werden.

          Seit dem Jahr 2000 im Aufwärtstrend

          Da der Dollar auf Sicht weiter schwach tendieren dürfte, sind die Voraussetzungen für weiter starke Umsätze und Gewinnsteigerungen bei Esprit günstig. Diese Tendenz sollte verstärkt werden, wenn der Konsum in Europa richtig anspringen sollte. Angesichts des Wachstumstempos scheint das für einen Mode- und Einzelhandelstitel recht ambitionierte Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,4 verkraftbar. Zumal Analysten ihre Gewinnprognosen nach der starken Vorstellung von Esprit im ersten Halbjahr anpassen dürften.

          Charttechnisch gesehen ist alles in Butter. Der Titel bewegt sich seit dem Jahr 2000 in einem Aufwärtstrend und hat auf Schlußkursbasis keine technischen Hürden mehr vor sich. Insofern dürfte der Titel noch einiges Aufwärtspotential haben. Und wirkt weiter attraktiv.

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