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Mode : Esprit-Aktie kleidet sich gut

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Esprit verkauft sich nicht nur modemäßig gut, sondern auch der Chart der Aktie sieht ausgezeichnet aus. Gleichzeitig steigen Umsätze und Gewinne. Das Papier ist damit einen näheren Blick wert.

          Die Aktie von Esprit Holdings, einem der größten Bekleidungshändler Asiens, macht nicht nur mit einem sauberen Aufwärtstrend auf sich aufmerksam, sondern auch die fundamentale Entwicklung passt dazu. Denn das Unternehmen verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnanstieg um 28 Prozent auf 1,19 Milliarden Hongkong-Dollar - das sind etwa 135 Millionen Euro - oder 1,005 Hongkong-Dollar je Aktie und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

          Der Umsatz legte sogar um 34,8 Prozent auf 12,4 Milliarden Hongkong-Dollar zu. Trotz der Investitionen in Höhe von 300 Millionen Hongkong-Dollar hatte Esprit zum Jahresende 1,3 Milliarden Hongkong-Dollar bar in der Kasse. Auf dieser Basis soll die Sonderdividende mit 30 Hongkong-Cent je Aktie sechsmal höher ausfallen als im vergangenen Jahr.

          Dividendenrendite von mehr als drei Prozent

          Außerdem zahlt der Bekleidungshändler eine reguläre Halbjahresdividende von 32,5 Cents je Aktie, womit für das Jahr unter Berücksichtigung einer Zwischendividende von 7,5 Cents insgesamt 70 Cents je Aktie an Dividende ausgeschüttet werden, nach 28 Cents im Vorjahr. Das führt zu einer Dividendenrendite von 3,3 Prozent, das „Ex-Datum“ ist der 19. November.

          Und nicht nur das, denn auch die Investitionen werden verdoppelt. "Für dieses Geschäftsjahr haben wir über 600 Millionen Hongkong-Dollar verplant", erklärte Finanzvorstand John Poon. Sämtliche Geschäftszweige seien profitabel gewesen und verzeichneten Wachstumsraten im zweistelligen Bereich, fügte er hinzu. Der Umsatz mit Damenbekleidung stieg um 38 Prozent, die Herrenkollektion verzeichnete ein sattes Plus von 53 Prozent.

          Expansion hält an

          Nach Angaben des Vorstandschefs Heinz Krogner wird Esprit an der weltweiten Expansionsstrategie festhalten. Esprit verkaufe "Qualitätsprodukte zu einem fairen Preis", so Krogner. Dabei ist Europa der größte Absatzmarkt der trendigen Bekleidungsmarke. Dort stieg der Umsatz in den zwölf Monaten bis Ende Juni des Jahres 2003 um 80 Prozent, auf Exporte nach Deutschland entfiel ein Plus von 26 Prozent. "Das Wachstum kommt aus Europa, insbesondere Deutschland", erklärte Tommy Ho als Analyst bei UOB Kay Hian die Entwicklungs schon vor Veröffentlichung der Zahlen. "Die europäischen Märkte bleiben der Hauptantriebsmotor in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten", denkt Ada Poon als Analystin bei UBS Securities Asia .

          Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21 auf Basis des Gewinns des vergangenen Jahres erscheint die Aktie etwas teuer zu sein. Allerdings wird das auf Grund des anhaltenden Wachstums relativiert. Die entsprechenden Zahlen liegen auf Basis der Gewinnschätzungen im laufenden und kommenden Geschäftsjahr bei 18,2 und 15,6. Wenn also nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt, scheint die Aktie vernünftig bewertet und einen Blick wert zu sein.

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