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Milliarden-IPO : Evonik endlich an der Börse

  • Aktualisiert am

Evonik-Fahnen an der Firmenzentrale in Essen Bild: dpa

Aktien im Wert von gut 2 Milliarden Euro hat der Spezialchemiekonzern plaziert. Nach mehrerer gescheiterten Anläufen ist er nun börsennotiert.

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          Der Spezialchemiekonzern Evonik steht nach mehreren gescheiterten Anläufen endlich auf dem Kurszettel der Frankfurter Börse. Die Aktien des Börsendebütanten starteten am Donnerstagmorgen mit 33 Euro in den Handel und verbuchten damit erste Kursgewinne. Die Papiere waren institutionellen Investoren zu einem Festpreis von je 32,20 Euro angeboten worden.

          Damit sind nun 14,5 Prozent der Aktien im Besitz außenstehender Aktionäre. Ziel von Evonik ist eigenen Aussagen zufolge zunächst der Einzug in den Nebenwerteindex M-Dax. Mittelfristig gilt der Konzern aber als Kandidat für den die größten deutschen Börsenunternehmen abbildenden Dax.

          Viel Geld für Zukäufe

          Nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden Klaus Engel kann Evonik Milliarden Euro für Zukäufe ausgeben. „Vor allem Firmen, die mit Ressourceneffizienz, Gesundheit, Ernährung oder Spezialmaterialien zu tun haben, interessieren uns“, sagte er dem „Handelsblatt“. „Für verschiedene Akquisitionen können wir bis zu einer Milliarde Euro locker ausgeben. Und da kommen jetzt noch Mittel aus den Immobilien hinzu.“ Diese sollen verkauft werden. Mit Hilfe von günstigen Krediten habe Evonik „einiges mehr als die genannte Milliarde Euro zur Verfügung“. Konkretes gebe es allerdings nicht zu berichten.

          Evonik hatte die nun emittierten Aktien nicht öffentlich angeboten, sondern in drei Schritten bei Investoren plaziert, nachdem drei Anläufe an die Börse vorher im Sande verlaufen waren. Der Staatsfonds Temasek aus Singapur hält nun 4,6 Prozent. Die letzte Tranche im Wert von 345 Millionen Euro ging erst an diesem Mittwoch zu 32,20 Euro je Aktie an Investoren. Damit sind nun Aktien im Wert von fast 2,2 Milliarden Euro im Streubesitz, insgesamt wird Evonik mit 15 Milliarden Euro bewertet.

          „Wir mussten am Schluss Investoren, die bis zu fünf Prozent zeichnen wollten, leider ablehnen“, sagte der Chef der RAG-Stiftung, Werner Müller. Die Stiftung hält nach dem Börsengang noch 68 Prozent, der Finanzinvestor CVC rund 18 Prozent. Beide Großaktionäre wollen ihre Beteiligungen weiter abbauen.

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