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MDax : Stada-Aktie auf Erfolgskurs

  • Aktualisiert am

Generika bleiben ein Wachstumsthema Bild: Dieter Klein/STOCK4B

Stada bleibt auf Kurs. Auch 2002 will der Generika-Anbieter zweistellig wachsen. Die Aktie hat aber noch eine wichtige Hürde vor sich.

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          Stada bleibt auf Kurs. Am Tag seiner Hauptversammlung hat der Generika-Anbieter seine Umsatz-Wachstumsprognose für das Kerngeschäft des laufenden Jahres auf „mindestens 25 Prozent“ angehoben. Bislang war von einem Wachstum von 15 bis 20 Prozent die Rede. Erfreulich genug in einem von Hiobsbotschaften wimmelnden Umfeld. Die Aktie gewinnt am Dienstagvormittag in Frankfurt ein Prozent auf 40,50 Euro.

          Grund für den positiven Ausblick ist der deutliche Umsatzzuwachs per Ende Mai, der in den drei Kernsegmenten Generika, Marken und Spezialpharmazeutika bei rund 30 Prozent und im Gesamtkonzern bei rund 17 Prozent lag. Das Ergebnis vor Steuern (EBT), das erstmals nach International Accounting Standard (IAS) ermittelt werde, solle auf mindestens 60 Millionen Euro steigen. Gegenüber dem nach HGB ermittelten, aber deswegen nur eingeschränkt zu vergleichenden Vorjahresergebnis eine Steigerung von über 25 Prozent.

          Deutlich zweistelliges Wachstum

          Die drei Kerngeschäfte machen rund 85 Prozent des Konzernumsatzes aus. Für den Gesamtkonzern rechnet der Vorstand für 2002 mit einem Umsatzwachstum von „deutlich über zehn Prozent". 2001 hatte Stada den Konzernumsatz um 15 Prozent auf 537,8 Millionen Euro gesteigert.

          Für die konsequente Strategie des Unternehmens spricht auch die planmäßige Aufgabe wenig erfolgreicher Geschäftsfelder. Die Randaktivitäten in den Niederlanden will Stada bis Ende der Woche umstrukturiert haben und damit auf nicht profitable Handelsumsätze in der Größenordnung von rund 90 Millionen Euro jährlich verzichten.

          Günstiges politisches Umfeld für Generika

          Die bisherigen Zahlen belegen, dass Stada zu den Gewinnern des Ende Februar in Kraft getretenen „Arzneimittelausgaben- Begrenzungsgesetzes“ gehört. Kern des Gesetzes ist die so genannte „Aut-idem-Regelung“, nach der Ärzte nur noch bestimmte Wirkstoffe verschreiben und die Apotheker dann gehalten sind, dem Patienten ein Medikament aus dem unteren Preisdrittel herauszusuchen - in der Regel also ein Nachahmerpräparat (Generikum). Zwar hatten einzelne Branchenvertreter auch mit Belastungen für die Generikahersteller gerechnet. Doch da die Mehrzahl der Generika bereits im unteren Preisdrittel angesiedelt ist, erweist sich hier der Preisdruck als gering. Die optimistischen Projektionen des Unternehmens scheinen also gerechtfertigt.

          Auf Basis der von IBES gesammelten Gewinnschätzungen ergeben sich Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 23,4 für dieses und 19,5 für nächstes Jahr. Mit den neuen Prognosen dürften sich die Gewinnschätzungen allerdings kaum erhöhen, da viele Analysten bereits recht optimistische Gewinnerwartungen bei Stada hegen.

          Marke von 42 Euro entscheidet

          Interessierten Anlegern bietet die Charttechnik eine klare Entscheidungshilfe. Sollte es dem Papier im Fahrwasser der neuen Prognosen gelingen, das bisherige Rekordhoch von 42,06 Euro zu überwinden, ist der Weg für die Aktie nach oben frei. In diesem Bereich ist die Stada-Aktie seit Jahresbeginn dreimal gescheitert, so dass die Kursmarke einen bedeutenden Widerstand darstellt.

          Ein Einstieg unterhalb dieses Niveaus wäre nicht sinnvoll, da angesichts des erreichten Bewertungsniveaus und des schlechten Börsenumfelds durchaus auch Rückschläge drohen, wenn die Aktie erneut daran scheitert.

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