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Maschinenbau : Aktie von Renk robust im Aufwärtstrend

  • Aktualisiert am

Drucklager für U-Boote Bild: Renk AG

Die Aktie des Maschinenbauers Renk befindet sich vernünftig bewertet in einem Aufwärtstrend. Das Unternehmen kann bei zunehmenden Umsätzen die Gewinne deutlich steigern. Eine Dividendenrendite von mehr als vier Prozent spricht für sich.

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          Mit satten Kursgewinnen und einem etwas volatilen, jedoch längerfristig robusten Aufwärtstrend macht die Aktie des Augsburger Maschinenbauers Renk auf sich aufmerksam. Ausgehend von einem Zwischentief bei 17 Euro im Februar des Jahres 2003 hat das Papier inzwischen knapp 150 Prozent zugelegt auf zuletzt 42,25 Euro.

          Damit liegt es nicht nur knapp unter dem schon im Oktober des vergangenen Jahres erreichten Allzeithoch, sondern der Trend zeigt weiterhin nach oben. Das dürfte auch kaum verwundern. Denn das Unternehmen kann schon seit Jahren Umsatz und Ertrag zumindest im Trend steigern.

          Deutliches Umsatz- und überproportionales Gewinnwachstum...

          In den vergangenen Monaten scheint das Ergebnis besonders gut verlaufen zu sein. Das zeigt sich an der jüngste Ad-hoc-Meldung des Unternehmens: „Von der positiven Entwicklung der Weltmärkte profitierte Renk als exportorientierter Produzent hochwertiger Getriebetechnologie im Geschäftsjahr 2006 in hohem Maße“, heißt es dort. Das Unternehmen habe den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 16 Prozent auf 356 Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebit) um 31 Prozent auf 38 Millionen Euro, die entsprechende Umsatzrendite (ROS) von 9,5 Prozent auf 10,5 Prozent und das Ergebnis je Aktie um 43,4 Prozent auf 3,14 Euro steigern können, heißt es weiter.

          Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können. Das ist aber nicht alles. Denn der Hauptversammlung soll vorgeschlagen werden, für das Geschäftsjahr 2006 die Dividende um 50 Prozent auf 1,80 Euro je Aktie zu erhöhen. Damit dürfte die Dividendenrendite des Papiers voraussichtlich bei knapp 4,3 Prozent liegen. Das ist ein solider Wert, zumal die Dividende in den vergangenen vier Jahren konstant bei 1,20 Euro je Aktie gelegen hatte.

          Auch die weiteren Aussichten sind nicht schlecht. Denn Renk konnte nach eigenen Angaben den Auftragseingang um 33 Prozent auf 417 Millionen Euro steigern. So dürfte es kaum verwundern, dass das Management optimistisch in die weitere Zukunft blickt und „auf Grundlage der vorliegenden Marktinformationen eine weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis“ prognostiziert.

          Renk wurde im Jahre 1873 in Augsburg als mechanische Werkstätte zur Herstellung von Zahnrädern aller Art gegründet. Das Unternehmen kann somit auf mehr als 130 Jahre Erfahrung und Entwicklungsarbeit in der Antriebstechnik zurückblicken. Konstruktion und Produktion intelligenter Verbindungen zwischen Kraft- und Arbeitsmaschine - in diesem Feld der Antriebstechnik arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit seinen Kunden seit Generationen zusammen. Seit 1923 ist die Renk Aktiengesellschaft Mitglied der MAN Gruppe. MAN hält einen Anteil von knapp 80 Prozent.

          ... bei sehr vernünftiger Bewertung der Aktie

          Heute zählt sich Renk zu den weltweit anerkannten Produzenten von Spezialgetrieben, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsystemen. Das Unternehmen produziert an drei Standorten in Deutschland sowie in Tochtergesellschaften in Frankreich und den Vereinigten Staaten.

          Renk gliedert sich in vier selbstständige strategische Geschäftseinheiten: Fahrzeuggetriebe, Antriebselemente, Sonderantriebstechnik - das sind Industrie- und Schiffsgetriebe - und die allgemeine Antriebstechnik, das heißt Industrie- und Schiffsgetriebe sowie Kupplungen. Darüber hinaus werden Prüfsysteme bei der Renk Test System GmbH in Augsburg produziert.

          Insgesamt dürfte das Unternehmen im Moment von den regen weltwirtschaftlichen Aktivitäten und der dadurch ausgelösten regen Nachfrage nach Investitionsgütern profitieren. Auf Basis der Umsatz- und Gewinnentwicklung, der Auftragseingänge und -bestände und nicht zuletzt auch auf Basis der Bewertung - das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit Blick auf das im vergangenen Jahr abgelieferte Ergebnis bei 13,5 und die Dividendenrendite liegt bei 4,3 Prozent - dürfte die Aktie in einem anhaltend positiven Umfeld weiteres Kurspotential haben. Selbst ein „Squeeze-out“ beziehungsweise ein Verkauf dürfte nicht völlig ausgeschlossen sein.

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