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Maschinenbau : Aktie von Palfinger hat noch etwas Phantasie

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Palfinger hat im vergangenen Jahr Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert, die Aktie ist deutlich gestiegen. Bei positivem Ausblick dürfte die Aktie angesichts der Bewertung und des Charts noch etwas Luft haben.

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          Kursgewinne satt gab es in den vergangenen Monaten an der Börse in Österreich. Nach einem Kursgewinn von 90 Prozent seit dem Oktober des Jahres 2002 erreichte der ATX am Donnerstag mit 1.880,31 Punkten sogar ein neues Allzeithoch. Dabei liegen nicht nur die Werte der ersten Garde gut im Rennen, sondern auch kleinere Unternehmen.

          Wie beispielsweise die Aktie des Kranherstellers Palfinger, die seit ihrem Tief im März des vergangenen Jahres in der Spitze satte 134,6 Prozent zulegte und einen mittelfristigen Aufwärtstrend etablierte. In den vergangenen Tagen kam es beim Kursverlauf zu einer gewissen Konsolidierung, allerdings ist der Trend im Moment noch nicht gefährdet.

          Gewinnsteigerung bei Umsatzrekord

          Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr den Gewinn um 16 Prozent auf 15,3 Millionen Euro oder 1,73 Euro je Aktie gesteigert bei einem Umsatzzuwachs von neun Prozent auf 334,1 Millionen Euro. Der operative Cashflow stieg im Berichtszeitraum auf 39,0 Millionen Euro nach 31,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalquote von 51,2 Prozent ist der beste Wert in der Unternehmensgeschichte. Die Dividende soll mit 60 Cent im Vergleich mit dem Vorjahr konstant bleiben. Die Dividendenrendite liegt damit bei 2,24 Prozent, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des gelieferten Gewinns bei 15,46. Das ist auf den ersten Blick nicht übertrieben teuer, aber auch nicht sonderlich günstig.

          Interessanter wird es jedoch, wenn man den Blick nach vorne richtet. Denn auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Jahr sinken die KGVs auf 12,42 und 10,49. Solche Zahlen sehen relativ günstig aus und dürften der Aktie zumindest bei einer anziehenden Konjunktur und einem anhaltend positiven Marktumfeld weitere Phantasie geben.

          Gute Auftragseingänge - positive Steuereffekte

          Grund für die optimistischen Prognosen sind unter anderem die starken Auftragseingänge in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Aus diesem Grund hat die Produktion um 20 Prozent zugenommen. Allerdings dürfte dieser Effekte durch die Einführung einer neuen Software und damit verbundene Produktionseinbußen gedämpft werden. Im Jahr 2004 sollen weitere Kostensenkungs- und Standortoptimierungsmaßnahmen zu einer Gewinnsteigerung führen, im Jahr 2005 dürften sich vorgeschlagene Steuersenkungen positiv bemerkbar machen.

          Das Unternehmen ist in den Bereichen Lkw-Krantechnik, Hydraulische Systeme, Land- und Forstwirtschaft aktiv und bietet Produktion-Beschaffung-Services an. Wachstum wird vor allem im Bereich der hydraulischen Systeme erwartet. Palfinger ist der Spezialist für das Heben und Bewegen von Personen und Lasten. Zum Beispiel auch auf dem Eisenbahnsektor. Spezielle Eisenbahnkrane, Eisenbahnhubarbeitsbühnen, Fahrdrahtdrücker und Manipulatoren setzen neue Maßstäbe hinsichtlich Kinematik, Sicherheit, Anwendungstechnik und Wirtschaftlichkeit. Im Angebot befinden sich aber auch Brückeninspektionsgeräte, Hebebühnen, Stapler, fahrbare Containerlifte, Muldenladearme, Ladebordwände und nicht zuletzt die Verknüpfung der Angebotskette zu Branchenlösungen. Etwas für den Schienengüterverkehr oder die Entsorgungswirtschaft.

          Auf Grund der Bewertung und der charttechnischen Lage dürfte die Aktie bei einem positiven Umfeld noch weitere Phantasie haben.

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