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Maschinen-/Fahrzeugbau : Bucher-Aktie trotz Kursverdreifachung günstig

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Locker auf eine Kursverdreifachung hat es die Aktie von Bucher Industries seit März 2003 gebracht. Und es könnte noch besser kommen, denn der Schweizer Maschinen- und Fahrzeugbauer ist noch immer niedrig bewertet.

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          Wie an vielen anderen Börsenplätzen sind auch in der Schweiz seit geraumer Zeit Nebenwerte stark angesagt. Die wiedergewonnene Gunst der Anleger kam zuletzt auch Bucher Industries zugute. Die Aktien des im Maschinen- und Fahrzeugbau tätigen Konzerns haben sich bei einer aktuellen Notiz von 217,50 Franken in rund einem Jahr mehr als verdreifacht.

          Doch es wäre falsch, die gute Wertentwicklung nur dem allgemein wieder erwachten Interesse an Nebenwerten zuzuschreiben. Denn das würde unterschlagen, daß das in den Bereichen spezialisierte Landmaschinen (Kuhn Group), Kommunalfahrzeuge (Bucher Automotive), Produktionsanlagen für Wein und Fruchtsaft (Bucher Foodtech), Hydraulikkomponenten (Bucher Hydraulics) sowie Produktionsanlagen für die Behälterglasindustrie tätige Unternehmen (Emhart Glass) seine Hausaufgaben gemacht hat.

          Günstige Bewertung

          Das zeigt sich an den im Vorjahr erzielten Ergebnissen. Bucher verbesserte da den Umsatz um vier Prozent auf 1 535 Millionen Schweizer Franken und das Betriebsergebnis nahm gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent auf 59 Millionen Franken zu. Selbst ohne Berücksichtigung der im Vorjahr verbuchten Kosten für Restrukturierungen betrug die Zunahme noch fünfzehn Prozent. Deutlich verbessert hat sich auch der Gewinn pro Inhaberaktie, und zwar von minus vier auf plus 19 Franken.

          Dieser Anstieg führt dazu, daß die Bewertung trotz der fulminanten Kursgewinne der vergangenen zwölf Monate noch immer günstig ist. Legt man beispielsweise die Gewinnschätzung der Analysten vom Bankhaus Vontobel zu Grunde, ergeben sich auf Basis der Jahre 2004 und 2005 Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 10,2 und von 7,6.

          Das ist nicht nur für sich alleine und mit Blick auf den Gesamtmarkt betrachtet niedrig, sondern auch im Vergleich mit den Branchenkonkurrenten. Praktisch über alle Bewertungskennziffern weist die Bucher-Aktie laut Vontobel gegenüber den Wettbewerbern deutlich Abschläge auf.

          Renditeziele sprechen für die Aktie

          Die vorteilhafte Bewertung spricht für eine Fortsetzung des eingeleiteten Aufwärtstrends. Zumindest dann, wenn der Vorstand sein Versprechen einhält und beim geplanten internen und externen Wachstum der Steigerung der Profitabilität hohe Bedeutung beimißt. Wunderdinge sind dabei zwar nicht zu erwarten, da die Absatzmärkte des Unternehmens derzeit weitgehend stagnieren und zudem der schwache Dollar bremst.

          Aber was sich weiterhin bezahlt machen dürfte, sind die umgesetzten Maßnahmen zur Steigerung der Ertragskraft. Für das laufende Jahr hat man den Aktionären jedenfalls bei weitgehend unveränderten Umsätzen eine weitere Verbesserung des Betriebs- und Konzernergebnisses in Aussicht gestellt. Interessant klingt in diesem Zusammenhang die mittelfristige Planvorgabe, die Betriebsergebnismarge auf acht Prozent von 3,8 Prozent im Jahr 2003 steigern zu wollen. Läßt sich dieses Ziel realisieren, dürfte die Aktie in der Lage sein, den noch immer großen Abstand vom ehemaligen Rekordhoch bei 460 Franken weiter zu verringern.

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