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Markttechnik : Es geht wieder aufwärts

  • -Aktualisiert am

Mittelfristig wird der Aufwärtstrend an den Börsen anhalten, denkt Mark Arbeter von S&P. Hierfür sprächen das hohe Handelsvolumen und die Kursentwicklung.

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          Die wichtigsten Indizes sind in eindrucksvoller Weise aus ihrer jüngsten Konsolidierung ausgebrochen. Wie üblich übernahm die Nasdaq dabei eine Vorreiterfunktion. Sowohl an der Nasdaq als auch an der NYSE ist ein sehr hohes Handelsvolumen zu verzeichnen.

          Gleichzeitig bestätigt der starke prozentuale Anstieg der Indizes den Ausbruch. Kurzfristig zeichnet sich nun eine positive Markttendenz ab, und auch mittelfristig weist der Trend nach oben. Im Dezember und zu Beginn des neuen Jahres ist also mit weiteren Kursgewinnen zu rechnen.

          Auf zwei Schritten nach vorne folgt einer nach hinten

          Aus technischer Sicht ist die wichtigste Größe die Kursentwicklung, dicht gefolgt vom Handelsvolumen. Die Kursentwicklung, die den Hauptindikator für die künftige Markttendenz darstellt, ist weiterhin positiv. Dies betone ich nicht zuletzt auch für mich selbst, denn in meinem letzten Kommentar habe ich verfrüht zu einem begrenzten Rückzug geraten, obwohl sich keine echte Trendwende abzeichnete. Statt einen Abwärtstrend abzuwarten, hatte ich mich von zweit- und drittrangigen Faktoren wie dem Widerstand, der Stimmung, dem Momentum und saisonalen Schwankungen leiten lassen.

          Die Nasdaq hat den Sprung in die entscheidende Widerstandszone geschafft, die von 1923 bis 2328 reicht. Auch der S&P ist kurz davor, die Untergrenze der wichtigen Widerstandszone zwischen 1170 und 1313 zu durchbrechen. Wie der Markt sich hinsichtlich der entscheidenden Widerstandslinie verhalten wird, ist zwar schwer vorherzusagen, aber es wird weiterhin damit gerechnet, dass auf zwei Schritte nach vorne wieder einer nach hinten folgt.

          Ein Blick auf eine Reihe der wichtigsten Technologiewerte zeigt, dass die meisten von ihnen mit der Nasdaq in die starken Widerstandszonen aufgestiegen sind, die sich durch die Seitwärtsbewegung des Aktienmarkts in diesem Sommer gebildet haben. Aus dieser Perspektive erscheint ein Ausbruch des Nasdaq nach oben trotz der eindrucksvollen Kursgewinne vom Mittwoch ziemlich unwahrscheinlich. Allerdings kann es in den verbleibenden Wochen des alten Jahres bis zu einem gewissen Grad zu verstärkten Investitionen in die Werte mit der besten Performance seitens institutioneller Anleger kommen, die hoffen, ihre Jahresleistung auf diese Weise noch verbessern zu können. Wir vermuten, dass viele Investmentfonds noch bemüht sind, im Jahr 2001 die Marktentwicklung zu übertreffen.

          Käufe überstiegen Verkäufe um das Achtfache

          Die Marktdaten sind unverändert positiv und deuten auf keine Unterbrechung des mittelfristigen Aufwärtstrends hin. Das deutliche Übergewicht der Ankäufe über die Verkäufe an der Nasdaq bestätigt die Einschätzung, dass dieser Index auch in Zukunft besser abschneiden wird als die anderen Indizes. Am Mittwoch vergangener Woche um 14.30 Uhr erreichte das Verhältnis zwischen Ankäufen und Verkäufen fast den beachtlichen Wert von 8:1. Solche Umsatzwerte werden gewöhnlich ganz zu Beginn eines mittelfristigen Aufschwungs oder in der ersten und zweiten Woche nach einem Tiefstand, aber nicht mehrere Monate danach gemessen. Es gibt zwar Zeiten, zu denen eine überraschende Meldung (zum Beispiel eine Zinssenkung durch die Zentralbank) ebenfalls zu einem derartigen Schub führen kann, aber am Mittwoch gab es keine wichtigen Schlagzeilen.

          Während die Bedenken bezüglich einiger Stimmungswerte bestehen, ist der Aufwärtstrend der Kurse ungebrochen, und die Umsatzwerte weisen eindeutig in dieselbe Richtung. Wir erwarten allerdings in den nächsten paar Monaten keinen starken Anstieg der Indizes, sondern eher ein Auf- und Ab auf höherem Niveau und würden uns deshalb nicht zu sehr von der Welle vom vMittwoch mitreißen lassen.

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