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Markteinblick : Aktienkurse nach schwachen Daten aus China wenig verändert

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China sorgten am Donnerstag zunächst für schwächere Kurse am Aktienmarkt. Mittlerweile agiert die Börse in neutralem Territorium.

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          Nach einer schwächeren Eröffnung tendieren die deutschen Aktienmärkte wenig verändert. Der Dax  legt leicht auf 9724 Punkte zu. Der F.A.Z.-Index, der mit 100 Werten den Markt breiter abbildet gibt dagegen leicht auf 2040 Punkte nach. Die Geschäfte der chinesischen Industrie sind im Januar einer Umfrage zufolge zum ersten Mal seit sechs Monaten geschrumpft. „Sollte sich die heutige Schnellschätzung in der kommenden Woche bestätigen, wäre dies sicherlich ein etwas unglücklicher Start ins neue Jahr“, urteilten die Analysten der NordLB. „Allerdings sehen wir noch keinen Grund für Panik.“ Für den weiteren Jahresverlauf rechnen die Experten mit einem robusten Wachstum, das sich leicht abflachen sollte.

          Anleger spekulieren auf einen zweiten Anlauf für die Übernahme von Celesio und trieben den Aktienkurs um 1,65 Prozent nach oben. Der Celesio-Mehrheitsgesellschafter Haniel versuche, 75 Prozent der Celesio-Anteile einzusammeln, um diese an den amerikanischen Pharmahändler McKesson weiter zu veräußern, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

          Leichte Kursgewinne für Anleihen

          Deutsche Staatsanleihen sind am Donnerstag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Rückgang der Stimmung chinesischer Einkaufsmanager in der Industrie habe der Risikofreude der Anleger einen leichten Dämpfer versetzt und den vergleichsweise sicheren Bundesanleihen etwas Auftrieb verliehen, sagen Händler.. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 4 Basispunkte auf 141,55 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 2 Basispunkte auf 125,66 Prozent.

          Euro-Anleger halten sich vor Konjunkturdaten zurück

          Vor der Veröffentlichung von Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum bewegt sich der Euro kaum. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,3547 Dollar in Reichweite des Schlusskurses vom Mittwoch. Am Vormittag sollen unter anderem die Januar-Schätzungen für die Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und der Eurozone bekanntgegeben werden. Analysten rechnen mit einer Verbesserung der Daten. Ein positives Überraschungspotential im Vergleich zu den Konsensschätzungen sei jedoch nicht auszumachen, schrieb Helaba-Analyst Ulrich Wortberg in einem Kommentar.

          Am Nachmittag dürften die Anleger ihre Aufmerksamkeit dann auf die wöchentlichen amerikanischen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe richten. Von Reuters befragte Experten erwarteten 326.000 Anträge, das wären genauso viel wie in der Vorwoche.

          Sorgen um Konjunktur in China drücken Fernost-Börsen

          Die enttäuschenden Konjunkturdaten aus China haben am Donnerstag die Börsen in Fernost ins Minus gedrückt. „Diese schwachen Einkaufsmanager-Daten werden zwangsläufig die Angst vor einem Abschwung in der Volksrepublik schüren“, sagte der chinesische Ökonom Linus Yip. Sein Kollege Kyoya Okazawa begründete die Entwicklung mit dem Reformkurs in China. Der Versuch, die Schattenbanken zu bekämpfen und die Märkte für den Privatsektor zu öffnen, belaste das Wachstum - vor allem in der ersten Jahreshälfte.

          Der Nikkei büßte nach der Bekanntgabe der chinesischen Daten seine Gewinne ein und schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 15.695 Punkten. Der breiter gefasste Topix fiel sogar 0,9 Prozent auf 1287 Zähler. China ist einer der wichtigsten Handelspartner Japans. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur, Südkorea, Shanghai, Hongkong und Australien lagen im Minus.

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