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Anleger bleiben skeptisch : Zinssorgen lassen Dax absacken

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Die Bullen sind derzeit am Aktienmarkt in der Minderheit Bild: dpa

Ein Jahresendspurt sieht anders aus. Die Furcht vor schnell steigenden Zinsen in Amerika hat den Dax gebremst. Nach seiner steilsten Wochentalfahrt seit mehr als drei Jahren sackte der Leitindex nun weiter ab. Schwächste Aktie war RWE.

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          Die Furcht vor schnell steigenden Zinsen in Amerika hat dem Dax am Montag den gesamten Jahresgewinn gekostet. Nach seiner steilsten Wochentalfahrt seit mehr als drei Jahren sackte der Leitindex nun weiter ab und fiel um 2,72 Prozent auf 9334,01 Punkte.

          Am Freitag hatte das Börsenbarometer bereits knapp drei Prozent eingebüßt und damit einen Wochenverlust von 4,88 Prozent erlitten. Die bisherige Jahresbilanz beim Dax weist nun einen Abschlag von mehr als zwei Prozent auf.

          Einer der größten Verlierer im Dax waren RWE. Die neue Dividendenpolitik von RWE sorgt auch in der neuen Woche für Skepsis und Verunsicherung. Die Investmentbank Merrill Lynch senkte am Montag ihr Anlageurteil für die Aktie des Essener Versorgers. Ebenfalls kritisch äußerte sich das Analysehaus Independent Research. Es gab aber auch positive Stimmen. Die RWE-Papiere setzten ihre am Freitag begonnene knapp vierprozentige Talfahrt fort und büßten am Montag weitere 4,66 Prozent auf 25,77 Euro ein. Sie waren damit Schlusslicht im Dax.

          Der angeschlagene Energiekonzern hatte am Freitag mit dem Hinweis auf eine größere Flexibilität die Änderung seiner Dividendenpolitik angekündigt. Statt wie bisher 40 bis 50 Prozent des bereinigten Nettogewinns auszuschütten, will sich RWE ab 2015 beim Dividendenvorschlag auch an den operativen Mittelzuflüssen, der Verschuldungssituation und der Ertragslage des Konzerns orientieren und Investitionschancen berücksichtigen.

          Die neue Berechnungsgrundlage habe einen stärkeren Bezug zur wirtschaftlichen Gesamtlage des Unternehmens, hatte Vorstandschef Peter Terium den Schritt begründet. Der Beschluss bedeute keine Festlegung, dass auch für 2014 eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie gezahlt werde, hatte es weiter geheißen. 2013 hatte RWE trotz Verlusten in Milliardenhöhe 1,00 Euro Dividende pro Aktie gezahlt - Geld, das aus der Substanz kam und RWE für Zukunftsinvestitionen und den Schuldenabbau fehlte.

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