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Marktbericht : Unsicherheiten um Krisen lähmen Dax

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Aktuell lähmen die Unsicherheiten um Krisen wie in der Ukraine, aber auch um die künftigen Strategien der wichtigsten Notenbanken die Märkte Bild: Reuters

Der Dax bewegt sich kaum von der Stelle. Neueste amerikanische Wirtschaftsdaten könnten am Nachmittag für Impulse sorgen, während die Ölpreise nach wie vor keine Erholungsanzeichen zeigen.

          An den deutschen Börsen ist zum Wochenschluss bisher nichts an Dynamik zu spüren. Der Dax verliert leicht und gibt 0,1 Prozent auf 9678 Punkte ab. Ohne eine stärkere Erholung laufen die Indizes somit auf einen schwachen Wochenschluss zu.

          .„Insgesamt kehren verstärkt Ängste an den Aktienmarkt zurück”, beobachtete Analyst Christian Schmidt von der Helaba in Frankfurt. Er nannte neue Sanktionen gegen Russland, und auch die Entwicklungen rund um die Bekämpfung der Terrororganisation IS: „Dies zeigt, dass neben der Ukraine ein weiterer Konfliktherd wachsen könnte. Auch die möglicherweise früher als bisher geplante amerikanische Zinswende spielt eine Rolle”, schrieb er.

          Im Dax fällt die Aktie vom Versorger EON mit einem starken Kursgewinn von 2,4 Prozent auf. JPMorgan hat den Versorger mit Übergewichten zum Kauf empfohlen und bevorzugt laut einer Studie den Konzern vor dem Konkurrenten RWE. Der war zuletzt am anderen Ende zu finden und sank wegen der Abstufung von Neutral auf Untergewichten um 1,8 Prozent.

          Der milliardenschwere Zukauf in Russland bewegte Aktien der BASF AG hingegen nicht. Die Tochter Wintershall kauft Anteile an Öl- und Gasfeldern von Statoil für 1,3 Mrd. Euro, wie es am Morgen hieß. Titel von Rheinmetall waren ebenfalls kaum verändert. Laut einem Medienbericht führen Rheinmetall und ThyssenKrupp Gespräche über eine Sparte für Seetechnik.

          Am Nachmittag richtet sich das Augenmerk auf die amerikanischen Einzelhandelsumsätze für August (14.30 Uhr), die wichtige Hinweise auf die Konsumtätigkeit zur Mitte des dritten Quartals liefern. Um 15.55 Uhr steht der vorläufige Index des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan an. An der Wall Street hatten Amerikas Indizes am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,1 Prozent tiefer, während der Nasdaq und S&P500 jeweils um 0,1 Prozent zulegten. Auf die von Präsident Barack Obama angekündigte Verhängung weiterer US-Sanktionen gegen Russland reagierten die Indizes kaum.

          In Tokio zog der Nikkei-Index am Freitag um 0,1 Prozent auf 15.930 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,3 Prozent auf 2318 Punkte. Die wichtigsten asiatischen Aktien im Stoxx 600 Asia/Pacific fielen am Morgen weiter zurück - am sechsten Tag in Folge.

          Der Euro tendiert weiter knapp über 1,29 US-Dollar seitwärts. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,2928 (Mittwoch: 1,2929) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7735 (0,7735) Euro. Gegenüber dem Yen setzte der Greenback derweil seine Rekordrally auf dem höchsten Niveau seit sechs Jahren ungebremst fort. Die Zeit für eine Zinserhöherung in Amerika rücke immer näher, sagte ein Experte zum starken Dollartrend.

          Die Ölpreise zeigen nach wie vor keine Erholungsanzeichen. Am Freitag kostete ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 97,82 US-Dollar. Das waren 26 Cent weniger als am Vortag. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Marke WTI stand zuletzt unverändert bei 92,83 Dollar.

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