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Marktbericht : RWE-Aktien fallen um mehr als 2 Prozent

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Bild: F.A.Z.

RWE-Aktien gingen heute am Dax-Ende aus dem Handel. Sie fielen um 2,5 Prozent, nachdem der Energiekonzern seine Aktionäre auf schwere Zeiten eingestimmt hatte. Auch der Dax fiel um 0,4 Prozent auf 7473,7 Punkte.

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          Die Papiere von RWE sind am Donnerstag um 2,5 Prozent gefallen und lagen damit am Dax-Ende. Der Energiekonzern stimmte seine Aktionäre auf schwere Zeiten ein und warnte, nach 2013 sei das derzeitige Ergebnisniveau kaum zu halten. Die Titel von RWE-Konkurrent Eon verloren 1,4 Prozent. Die Papiere von Infineon Technologies standen nach einer Hochstufung im Blick. Der Analystenkommentar sorgte für eine Kurserholung um 1,5 Prozent und den dritten Platz im Dax.

          Der Dax knüpfte am Donnerstag an seinen Kursrutsch zur Wochenmitte an und schloss abermals so tief wie noch nie in diesem Jahr. Negative amerikanische Konjunkturdaten drückten den deutschen Leitindex nach einem kurzen Erholungsversuch zum Handelsschluss um 0,4 Prozent ins Minus auf 7473,7 Punkte. Seit Jahresanfang hat er damit knapp 2 Prozent an Wert verloren. Für den M-Dax ging es am Donnerstag um 0,1 Prozent auf 12.970,7 Punkte nach unten. Der Tec-Dax sank um 0,2 Prozent auf 896,6 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index verlor 0,4 Prozent auf 1613,2 Punkte.

          Gea-Titel verteuern sich um mehr als 3 Prozent

          In den Vereinigten Staaten war der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im März erstmals seit August 2012 gefallen. Zudem verfehlte der gesunkene Philly-Fed-Index die Erwartungen. Wie auch sein Pendant aus der Region New York könne der Industrieindex der Fed in Philadelphia nicht überzeugen, kommentierte Analystin Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Für den Dax bedeutete dies den fünften Minustag in Folge. Eine derart lange Verluststrecke hatte er zuletzt im Mai 2012 hingelegt.

          Im M-Dax verteuerten sich die Gea-Titel um 3,4 Prozent. Der Maschinenbaukonzern hatte seine Jahresprognose bestätigt. Zudem war der Auftragseingang im ersten Quartal trotz eines Rückgangs laut Händlern eine positive Überraschung. Dagegen büßten die Aktien der SGL Group am Index-Ende knapp 10 Prozent ein. Der Kohlenstoffspezialist hatte nach einem überraschend schwachen Jahresstart seine Gewinnziele senkt, was am Markt auf Enttäuschung stieß.

          Solarworld stürzen ab

          Die Papiere des Halbleiter-Zulieferers und Spezialchemiekonzerns Wacker Chemie verloren 7,9 Prozent. Hier belasteten Börsianern zufolge die Meldung des ehemaligen Solarbranchen-Vorzeigekonzerns Solarworld, dass die Hälfte des Grundkapitals weg ist, und ein Medienbericht über erstmals in diesem Jahr gesunkene Preise für Polysilizium. Die Solarworld-Aktien, die in keinem wichtigen Index mehr vertreten sind, stürzten um gut ein Viertel ab.

          Der Euro Stoxx 50 schloss 0,1 Prozent höher bei 2555,5 Punkten. Die Leitindizes in London und Paris bewegten sich ebenfalls kaum von der Stelle. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,06 Prozent am Vortag auf 1,03 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 135,72 Punkte. Der Bund Future legte um 0,08 Prozent auf 146,28 Punkte zu. Der Euro legte etwas zu und notierte zuletzt bei 1,3074 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3045 (Mittwoch: 1,3129) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7666 (0,7617) Euro.

          Wall Street etwas schwächer

          Die Wall Street hat am Donnerstag verloren. Nach dem Ausverkauf zur Wochenmitte verdauten die Börsianer nun die vielen Bilanzdaten, sagten Marktteilnehmer. Der Dow-Jones-Index gab im Handelsverlauf um 0,4 Prozent auf 14.533 Punkte nach, der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,5 Prozent auf 1544 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Composite sank 0,9 Prozent auf 3176 Stellen.

          Zu den Verlierern zählten die Aktien von Morgan Stanley. Die Investmentbank schreibt zwar dank guter Geschäfte im Wertpapierhandel und in der Vermögensverwaltung wieder schwarze Zahlen. Die gesamten Einnahmen fielen aber um 5 Prozent auf knapp 8,5 Milliarden Dollar. Morgan-Stanley-Aktien ließen 4 Prozent Federn. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen auch in den Vereinigten Staaten Anteilsscheine von Nokia. Das finnische Unternehmen gerät immer stärker in die Krise. Trotz steigender Verkäufe seiner neuen Smartphone-Serie brachen die Einnahmen im Auftaktquartal binnen Jahresfrist um ein Fünftel auf 5,85 Milliarden Euro ein. Nokia-Papiere fielen rund 11 Prozent.

          Abgestraft wurden zudem die Dividendenpapiere von Ebay. Trotz florierender Geschäfte zu Jahresbeginn stimmt die Flaute in Europa die Internet-Handelsplattform pessimistisch. Mit ihrem Ausblick für das zweite Vierteljahr enttäuschte sie den Markt. Ebay büßten 4,7 Prozent ein. Die Papiere des amerikanischen Getränkekonzerns Pepsi Co verteuerten sich dagegen um gut 4 Prozent. Der Coca-Cola-Rivale übertraf trotz eines Gewinnrückgangs die Erwartungen.

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