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Marktbericht : Krim-Krise drückt Wall Street ins Minus

  • Aktualisiert am

Stress für Händler: Die Wall Street im Minus Bild: AP

Die Krim-Krise wirkt sich auch an den amerikanischen Märkten negativ aus. Der Dow Jones schließt mit Verlusten.

          1 Min.

          Die weiter schwelende Krim-Krise hat den US-Aktienmarkt am Donnerstag tief ins Minus gedrückt. Robuste Einzelhandels- und Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten hellten die Stimmung nur anfänglich auf, bevor die Krise in der Ukraine das Marktgeschehen dominierte und die Risikobereitschaft der Investoren dämpfte.

          Der Dow Jones Industrial endete 1,41 Prozent tiefer bei 16 108,89 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 fiel um 1,17 Prozent auf 1846,34 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 1,50 Prozent auf 3651,49 Punkte nach.

          Kurz vor dem umstrittenen Krim-Referendum am Sonntag steuern der Westen und Russland auf die nächste Stufe der Eskalation zu. Kanzlerin Angela Merkel drohte Moskau im Bundestag erneut mit weiteren Sanktionen, sollte es nicht in den allernächsten Tagen zu Ergebnissen in Verhandlungen kommen. Zugleich mahnte sie eine diplomatische Lösung an.

          Alle Werte verlieren

          Alle 30 im Dow Jones Industrial gelisteten Werte verbuchten Verluste. Für General-Electric-Aktien ging es um 1,63 Prozent nach unten. Der Siemens-Rivale macht Ernst mit seinem Rückzug aus dem Geschäft mit Konsumentenkrediten in Nordamerika. Noch in diesem Jahr solle die Sparte an die Börse gebracht werden.

          Amazon-Aktien stemmten sich mit einem Plus von 0,23 Prozent gegen den Markttrend. Der Online-Händler erhöht in den USA den Preis für die Prime-Mitgliedschaft. Die Titel von Colgate-Palmolive traten nahezu auf der Stelle, nachdem der US-Konsumgüterproduzent eine Dividendenerhöhung angekündigt hatte.

          Die Aktien des Computer- und Videospiele-Konzerns Activision Blizzard verteuerten sich nach einem positiven Analystenkommentar um mehr als ein Prozent. Die Papiere des Wettbewerbers Electronic Arts (EA) fielen hingegen nach einer verhaltenen Analysteneinschätzung um fast ein Prozent.

          Der Eurokurs fiel wieder unter die Marke von 1,39 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3867 Dollar. Der Kurs richtungweisender zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 24/32 Punkte auf 100 29/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,65 Prozent.

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