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Marktbericht : Investoren bleiben nach Banken-Stresstest skeptisch

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Die Märkte zeigen sich angesichts der Bankentest erleichtert. Bild: dpa

Die überraschend schwache Entwicklung der deutschen Konjunktur hat an den Börsen die Erleichterung der Anleger über den glimpflichen Verlauf des EZB-Bankenstresstests überschattet. Der Dax verliert 0,9 Prozent auf 8.920,61 Zähler.

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          Die überraschend schwache Entwicklung der deutschen Konjunktur hat am Montag an den europäischen Börsen die Erleichterung der Anleger über den glimpflichen Verlauf des EZB-Bankenstresstests überschattet. „Der Konjunkturmotor in Deutschland läuft nach wie vor nicht rund“, sagte Marktanalyst Niall Delventhal von DailyFX. Eine Verkaufswelle, die den Dax bis zum Jahrestief von 8354 Punkte drücken könnte, sei möglich. „Denn die schlechten Zukunftsaussichten der deutschen Unternehmer lassen auch nur eher maue Gewinne für das vierte und letzte Quartal erwarten.“ Die Stimmung der Top-Manager hatte sich im Oktober den sechsten Monat in Folge verschlechtert und ist nun so mies wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. „Die Konjunkturentwicklung ist derzeit unsere Hauptsorge“, sagte ein Händler.

          Die Erleichterung über den glimpflichen Ausgang des Stresstests für Europas wichtigste Banken war an den Börsen hingegen auch schnell verflogen. Anfangs schossen die Aktienkurse von Instituten wie der Commerzbank und der österreichischen Erste Group am Montag nach oben, weil diese bei der Prüfung positiv überrascht haben. Doch am Nachmittag lag der europäische Banken-Index wieder 1,6 Prozent niedriger als vor der Veröffentlichung der Ergebnisse. „Es gibt immer noch Risiken in der Branche, aber das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung“, sagte Aktienhändler Gary Paulin von Aviate Global.

          Durchgefallene Kreditinstitute wie die italienische Monte dei Paschi ringen unterdessen um einen Ausweg aus der Kapitalnot. Der aus Siena stammenden, 1472 gegründeten ältesten Bank der Welt bleibt möglicherweise nur eine Fusion oder die Trennung von Unternehmensteilen. Doch ob sie jemand kaufen will, halten Experten für fraglich. Eine fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung im Juni reichte nicht, um das Loch in ihrer Kapitaldecke zu stopfen: Monte dei Paschi fehlen noch immer 2,1 Milliarden Euro. Die Aktien sackten zeitweise um 19 Prozent ab, obwohl die Börsenaufsicht Consob besonders spekulative Geschäfte, sogenannte Leerverkäufe, mit ihren Aktien verbot.

          Auch die italienische Notenbank macht sich Sorgen um die drittgrößte Bank des Landes: „Wir würden uns extrem über jede Situation, jedes Ergebnis freuen, das die Bank stärken würde“, sagte Fabio Panetta, Vorstandsmitglied der Banca d’Italia. Das Institut hat die Investmentbanken UBS und Citigroup angeheuert, um Lösungen auszuarbeiten. Die Bank hat in den vergangenen drei Jahren insgesamt 9,3 Milliarden Euro Verlust angehäuft. Sie leckt damit die Wunden aus dem milliardenschweren Kauf des Rivalen Antonveneta im Jahr 2007, kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Sie hat schon 500 Filialen geschlossen und 8000 Arbeitsplätze gestrichen. RBS-Analyst Alberto Gallo sagte, Monte dei Paschi fehlten schlicht die Gewinne, um die Einbußen etwa mit Staatsanleihen in einer Krise abzufedern.

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