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Marktbericht : Fielmann-Aktien profitieren vom Brillenverkauf

  • Aktualisiert am

Ein Brillen-Regal in einer Fielmann-Filiale. Bild: dapd

Aktionäre der Brillenkette Fielmann freuen sich über ein gutes erstes Quartal. Auch die übrigen deutschen Aktien tendierten freundlich.

          Deutsche Aktien haben sich nach dem Rückschlag seit Wochenbeginn am Mittwoch etwas stabilisiert. Der Dax stieg nach einem verhaltenen Start um 0,2 Prozent auf 9506 Punkte. Der mit 100 Werten den Markt breiter abbildende F.A.Z.-Index zog um 0,4 Prozent auf 1999 Punkte an.

          „Die weiter kritische Lage in der Ukraine verunsichert und lähmt die Aktienmärkte“, sagte Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank. „Das Risiko eines Bürgerkriegs in dem Land steht im Raum, diese Unsicherheit politischer Natur dürfte uns weiter begleiten.“ Aktienhändlerin Anita Paluch von der Varengold Bank äußerte sich hingegen optimistischer. Die geringen Erwartungen an die Firmenergebnisse erhöhten die Wahrscheinlichkeit positiver Überraschungen, betonte sie.

          Das nahende Comeback Griechenlands am Kapitalmarkt sorgte für Gesprächsstoff. Dem Vernehmen nach sollen Gebote über mehr als 10 Milliarden Euro für einen neue fünfjährige Anleihe eingegangen sein.

          Unter den deutschen Unternehmen gehörten die Volkswagen-Papiere mit einem Kursplus von 3,6 Prozent zu den Favoriten. Der Autobauer gehöre zu den Profiteuren der Branchenerholung in Europa, schrieben die Analysten des Research-Hauses Bernstein. „Das amerikanische Geschäft hat viel Raum für Verbesserungen und die Marke Porsche hat beträchtliches Wachstumspotential.“ Im Gegensatz dazu seien die Erwartungen an BMW zu optimistisch, betonten die Experten. Die Titel des Münchener Konzerns büßten 0,1 Prozent ein.

          Die Optikerkette Fielmann hat mit ihren überraschend guten Eckdaten zum ersten Quartal den Markt verblüfft. Börsianer reagierten überaus positiv auf den „unglaublich guten Jahresauftakt“. Der Aktienkurs stieg allerdings aufgrund der bereits hohen Bewertung der Aktie nur um 0,8 Prozent.

          In New York legt der Kurs des Aluminium-Herstellers Alcoa um 3,35 Prozent zu. Der Konzern hatte am Vortag nach amerikanischen Börsenschluss Geschäftszahlen vorgelegt und damit die amerikanischen Bilanzsaison eröffnet. Alcoa musste wegen fallender Preise und Sanierungskosten zwar einen Verlust hinnehmen, doch das um Sonderbelastungen bereinigte Ergebnis fiel besser aus als erwartet.

          Dieser als erfreulich gewertete Start in die Berichtssaison hat die wichtigsten amerikanischen Indizes am Mittwoch weiter stabilisiert. Der Dow Jones Industrial legte in der ersten Handelsstunde um 0,30 Prozent auf 16.311 Punkte zu und der S&P 500 gewann ebenfalls 0,3 Prozent auf 1857 Punkte. Beide Indizes liegen auf Wochensicht aber noch leicht im Minus. Der Nasdaq 100 setzte sich derweil die Erholung mit plus 0,7 Prozent auf 3562Punkte fort. Er weist nach der sehr schwachen Vorwoche seit Montag bereits wieder eine positive Bilanz auf.

          Die Stimmung ist weiter von Zurückhaltung geprägt, zumal im Tagesverlauf das Protokoll der jüngsten Sitzung der amerikanischen Notenbank (Fed Minutes) veröffentlicht wird. Analysten erhoffen sich von dem Protokoll Hinweise auf die Debatte im geldpolitischen Ausschuss FOMC über die absehbare Zinswende.

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