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Marktbericht : Eine Solar-Aktie ist Gewinner des Jahres

Hurra - Gewinne mit Solar! (Imagebild von Phoenix Solar) Bild: Phoenix Solar

Der Dax schloss am Freitag gut behauptet auf dem höchsten Schlussstand seiner Geschichte. Derweil verzeichnet ausgerechnet eine Solar-Aktie in diesem Jahr die beste Kursentwicklung.

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          Der Dax hat am Freitag nur knapp einen Verlaufsrekord verpasst. Zum Handelsende stand er 0,2 Prozent im Plus bei 9.168,69 Punkten, was den höchsten Schlussstand seiner Geschichte bedeutete. Der marktbreite F.A.Z.-Index stieg um 0,3 Prozent auf 1931 Punkte. Als anhaltende Kursstütze machten Börsenexperten die weltweit lockere Geldpolitik aus.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Die Liquiditätsrally scheint noch nicht gelaufen zu sein“, sagt Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse das Handelsgeschehen. „Einige Investoren haben ihre Aktienquoten wohl noch nicht hoch genug gefahren.“ Die entscheidenden Botschaften dafür sendeten noch immer die Notenbanken.

          Voll des Lobes sind die Märkte für Janet Yellen, künftige Präsidentin der amerikanischen Notenbank. “In ihrer ersten Aussage vor dem Senat ist sie klar und deutlich rübergekommen und hat gesagt, was wir erwartet hatten“, sagt etwa Yousef Abbasi, Marktstratege bei JonesTrading Institutional Services.

          Portoerhöhung gibt Post Auftrieb

          Bei der Deutschen Post sorgten die zum Jahreswechsel geplanten Portoerhöhungen für Kursgewinne von 1,6 Prozent. Die Bonner haben bei der Bundesnetzagentur höhere Preise für Standardbriefe und Pakete beantragt. Die Vorzugsaktien von VW gewannen dank Absatzzahlen für den Oktober 0,6 Prozent - diese zeigten, dass der Autobauer weiter auf Rekordkurs ist.

          Cancom büßten 2,3 Prozent ein. Hier belasteten Details zur seit Oktober geplanten Kapitalerhöhung, die das Systemhaus vor dem Hintergrund des Übernahmeangebots für die Kölner Pironet NDH durchführen will.

          Phoenix Solar ist bisher Jahressieger

          Größere Kurssprünge gibt es dagegen in den Tiefen des Marktes. So stieg der Kurs des Comic-Vermarkters United Labels im Tagesverlauf um bis zu 20 Prozent. Nachdem sich das Unternehmen auf margenträchtigeres Geschäft konzentriert hat, ist der Umsatz im ersten Dreivierteljahr zwar von 34,3 auf nur noch 20,8 Millionen Euro gefallen, doch operativ gab es nach einem Verlust von 10,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum wieder einen Gewinn. Auch der Auftragsbestand habe sich verdreifacht. Am Tagesende blieb immerhin ein Kursplus von 7,5 Prozent.

          Doch der Gewinner des laufenden Jahres unter den ernst zu nehmenden Aktien ist ausgerechnet eine Solar-Aktie. Phoenix Solar aus dem bayerischen Sulzemoos stand nie in der ersten Reihe der Solar-Unternehmen und das ist vielleicht der Grund, warum das Unternehmen noch lebt und an der Börse wieder Gnade gefunden hat. Mehr als verfünffacht hat sich der Kurs seit Jahresbeginn und notiert auf dem höchsten Niveau seit zwei Jahren, auch wenn er am Freitag um 3,2 Prozent nachgab.

          Nach drei Jahren ohne Gewinne hat das Unternehmen vorige Woche erstmals wieder einen Quartalsgewinn vermelden können. Über das Jahr wird zwar noch ein Betriebsverlust von 2 bis 7 Millionen Euro anfallen, wobei es eher 2 als 7 Millionen sein werden. Vorstandschef Bernd Köhler warnte aber, dass man zunehmend vom schwankungsanfälligen Projektgeschäft abhänge. Derzeit fehlt es dem Unternehmen noch an der Größe im Projektgeschäft, die eine stabilere Entwicklung der Quartalsergebnisse gewährleisten könnte. Das soll sich ändern.

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