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Marktbericht : Die Börse lahmt vor Thanksgiving

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Nach einem starken Wochenstart haben sich die Kurse deutscher Aktien am Dienstag kaum bewegt. Da am Donnerstag Thanksgiving ist, gilt die Woche als mehr oder weniger verloren.

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          „Trotz einiger wichtiger amerikanischer Wirtschaftsdaten bewegte sich der Markt nur wenig“, sagte Händler Markus Huber von Peregrine & Black. Grund ist vor allem, dass am Donnerstag Thanksgiving ist. Selbst im geldverrückten Amerika sind viele Händler iun dieser Woche mit anderen Dingen als der Börse beschäftigt. So belastete auch das überraschend gesunkene Verbrauchervertrauen vergleichsweise wenig.

          Der Dax pendelte um seinen Vortagesschluss und beendete den Handel mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 9290 Punkten. Am Montag hatte er bei 9323 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Der marktbreite F.A.Z.-Index fiel ebenso leicht auf 1955,5 Zähler.

          Die T-Aktie gewann 2 Prozent auf 11,615 Euro hinzu. Tags zuvor hatten die Analysten von Jefferies das Potential der Telekom betont. Sie trauen dem Titel 13 Euro zu - das wäre das höchste Niveau seit 2008. Die Anteile am Dialysespezialisten FMC knüpften mit plus 1,1 Prozent an ihre Kursgewinne vom Vortag an.

          Solarworld machen von sich reden

          Südzucker fielen um weitere 2 Prozent. Nach der jüngsten Gewinnwarnung des Zuckerherstellers folgten nun negative Analystenkommentare. Eine Verschiebung des Gewinnziels sorgt bei den Aktien von Hugo Boss für einen Abschlag von ebenfalls 29 Prozent. Investitionen in sein Ladennetz und mehr Werbung nannte der Modekonzern als Grund, warum das ursprünglich für 2015 anvisierte Ziel einer operativen Marge von 25 Prozent erst später erreicht werde.

          Im Blick stand zudem die Aktie der angeschlagenen Solarworld. Gerade selbst erst dem Abgrund knapp entkommen, kauft der Solartechnikhersteller Teile der Bosch-Solarsparte. Der Aktienkurs legte um 3,15 Prozent zu.

          Wall Street leicht freundlich

          Auch die Wall Street zeigt sich am Dienstag nur wenig verändert. Der Dow-Jones-Index legt o,1 Prozent auf 16090 Punkte zu, ebenso der S&P-500 bei 1804 Zähler. Der Nasdaq Composite hat abermals die Marke von 4000 Punkten überstiegen und notiert 0,35 Prozent fester auf einem 13-Jahres-Hoch von 4009 Punkten. „So dicht an den Allzeithochs braucht es einfach frische Impulse, um die Rally fortzusetzen“, sagt Art Hogan, leitender Händler bei Lazard Capital Markets.

          Frohe Kunde kommt vom Immobilienmarkt: Die Häuserpreise in den Vereinigten Staaten haben im dritten Quartal gemessen am Case-Shiller-Hauspreisindex so stark zugelegt wie zuletzt vor der Krise. Auch die Baugenehmigungen stiegen im Oktober so stark wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr.

          Der Aktienkurs des Juweliers Tiffany steigt um 7,7 Prozent. Die Gesellschaft legte überzeugende Drittquartalszahlen über den Markterwartungen vor. Hewlett-Packard fallen dagegen um 0,3 Prozent. Der Rechnerkonzern wird nach der Schlussglocke Rechenschaft über das abgelaufene Quartal ablegen.

          Der Internetsicherheitsexperte Palo Alto Networks hat zwar wegen höherer Ausgaben eine Ausweitung des Verlustes im ersten Quartal berichtet, schnitt aber dennoch nicht so schlecht wie vom Markt befürchtet ab. Für die Aktie geht es 6,0 Prozent nach oben. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Drittquartalsbericht von Workday, einem Anbieter von Unternehmenssoftware. Auch hier konterkarieren höhere Ausgaben den Anstieg des Umsatzes, so dass unter dem Strich eine Verlustausweitung steht. Der Ausblick des Unternehmens fällt allerdings ebenso wie das Quartalsminus besser aus als von Analysten geschätzt. Die Titel schießen um 11,0 Prozent empor.

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