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Marktbericht : Deutsche Aktien wenig verändert

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Für die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten Börsenexperten keine neue Entscheidung zum Leitzins. Bild: dpa

Die deutschen Aktien haben am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Weder die EZB noch die Opec-Entscheidung sorgetn für nachhaltige Impulse.

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          Der Dax hat am Donnerstag nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) um seinen Vortages-Schlusskurs gependelt und praktisch unverändert geschlossen. Die EZB hatte die Leitzinsen wie erwartet unverändert belassen und die Finanzmärkte auf eine lange Phase extrem niedriger Leitzinsen in der Eurozone eingestimmt. Erwartungsgemäß fielen auch die vom Dienstleister ADP bekanntgegebenen Beschäftigtenzahlen für den amerikanischen Privatsektor aus. Sie gelten als Hinweis auf den mit Spannung erwarteten Bericht des Arbeitsministeriums am Freitag.

          Nach dem Zinsentscheid und ersten Kommentaren von EZB-Präsident Mario Draghi fiel der deutsche Leitindex etwas klarer ins Minus, erholte sich im späten Handel aber wieder. Letztlich gewann der Dax minimal auf 10.208 Punkte hinzu.

          Die Zinsen dürften für längere Zeit auf dem aktuellen oder sogar auf einem niedrigeren Niveau bleiben, wie EZB-Präsident Mario Draghi in Wien bei der Pressekonferenz zum jüngsten Zinsentscheid sagte. Er betonte zudem die Handlungsbereitschaft der Notenbank. Erst im März hatten die Währungshüter ihren Kurs massiv verschärft. Erstmals wurde der Zins, zu dem Banken Zentralbankgeld bekommen, auf Null gesenkt.

          Unter den Einzelwerten am deutschen Markt waren Aktien von Munich Re mit minus 2,2 Prozent Schlusslicht im Dax. Sie litten weiterhin unter den laut Analysten kostenintensiven Umbauplänen für die Tochter Ergo. Deren Umstrukturierung soll gut eine Milliarde Euro kosten. In Deutschland werden mehr als 1800 Arbeitsplätze wegfallen, die klassische Lebensversicherung geht in die Abwicklung. Mehrere Analystenhäuser senkten deshalb ihre Kursziele für die Aktie des Rückversicherers.

          Im MDax rückten die Papiere des kriselnden Bauunternehmens Bilfinger mit einem Plus von 4,2 Prozent in den Fokus. Damit nahmen sie den Spitzenplatz ein. Bilfinger baut radikal um und will sich von einem seiner Herzstücke trennen: der profitablen Sparte Bau- und Gebäudedienstleistungen. Diese soll für rund 1,2 Milliarden Euro an den Finanzinvestor EQT gehen.

          Im SDax stieg der Kurs von Borussia Dortmund um 3,7 Prozent. Der Fußballverein hatte mitgeteilt, dass Spieler Ilkay Gündogan zu Manchester City wechseln wird. Zwar wurde nichts über die Ablösemodalitäten für den Fußball-Nationalspieler bekannt gegeben, zuletzt war allerdings von einer Ablösesumme in Höhe von rund 25 Millionen Euro die Rede gewesen.

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