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Marktbericht : Dax zeigt Ermüdungserscheinungen

  • Aktualisiert am

Die Börse in Frankfurt Bild: Reuters

Der Dax ist am Donnerstag mit moderaten Verlusten aus dem Handel gegangen. Anleger blickten vor allem auf aktuelle Quartalszahlen: Aktien von Adidas legten nach einer weiteren Erhöhung der Prognose mehr als 2,5 Prozent zu.

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          Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seiner mehrtägigen Gewinnserie verabschiedet und ist moderat zurückgefallen. Technologiewerte verzeichneten dabei durchschnittlich höhere Verluste. Händlern zufolge fehlen derzeit frische Impulse am Markt. Zudem dämpfte ein höherer Eurokurs die Kauflust der Anleger. Positive Aussagen der amerikanischen Notenbank zur heimischen Konjunktur bewegten die Börse kaum, obwohl die Fed die Tür für eine baldige Zinserhöhung offen gelassen hatte.

          Nach einem Anstieg im frühen Handel verließ den Dax die Kraft. Letztlich sank der deutsche Leitindex um 0,4 Prozent auf 10.274,9 Punkte. In der Spitze war er bis auf 10.381 Punkte geklettert und hatte damit abermals für kurze Zeit seinen Höchststand am Tag vor der Ergebnisverkündung des Brexit-Referendums übertroffen.

          Der M-Dax als Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen schloss mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 21.088,5 Punkten. Das Technologiewerte-Barometer Tec-Dax verlor 0,7 Prozent auf 1703,3 Zähler.

          Die Fed hatte am Vorabend ihre Geldpolitik unverändert gelassen und keine klaren Hinweise zum genauen Zeitpunkt einer möglichen Zinsanhebung gegeben. Nun richten sich alle Augen auf die Bank of Japan, deren zweitägige Sitzung am Freitag endet. Es wird mit weiteren Konjunkturhilfen gerechnet.

          Adidas an Dax-Spitze

          Unterdessen ging die Quartalsberichtssaison mit einigen großen Unternehmen weiter. So setzten die Adidas-Aktien an der Dax-Spitze ihre Rekordrally mit einem Gewinn von mehr als 2,5 Prozent fort. Zeitweise waren sie bis auf 147,95 Euro gestiegen, nachdem der Sportartikelhersteller mit einer weiteren Prognoseerhöhung abermals ein Ausrufezeichen gesetzt hatte. Zudem gab es positive Studien von Analysten.

          Eine weiterhin schlechte Auftragslage im Anlagenbau verbunden mit einem vagen Ausblick brockte den Aktien von Linde ein Minus von 1,6 Prozent ein.

          Größtes Sorgenkind im Dax blieben aber die Aktien der Deutschen Bank. Am dritten schwachen Tag in Folge rutschten die Papiere der Großbank um 4,3 Prozent ab und notierten damit wieder unter 12 Euro. Damit waren sie wieder einmal Tagesverlierer im Dax. Nach den Quartalszahlen vom Vortag halten die Sorgen um das Kapitalpolster der Bank an.

          Jungheinrich sehr schwach nach Abstufung

          Den Anteilsscheinen des Gabelstapler-Produzenten Jungheinrich machte eine Abstufung durch die Analysten der Deutschen Bank zu schaffen. Sie verloren am M-Dax-Ende mehr als 5 Prozent.

          Die Titel des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters GFT Technologies gewannen nach einer Kaufempfehlung der UBS an der Tec-Dax-Spitze fast 7 Prozent.

          Dialog kappt Umsatzziel

          Die Papiere von Dialog Semiconductor straften die Anleger hingegen mit einem Minus von gut 3 Prozent ab. Der Apple-Chipzulieferer hatte seine Umsatzprognose wegen schwacher Smartphone-Verkäufe gesenkt.

          Für Süss Microtec ging es mit einem Abschlag von fast 10 Prozent noch deutlicher nach unten. Grund dafür waren trübere Aussichten für den Auftragseingang.

          Eurokurs knapp unter 1,11 Dollar

          Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 schloss mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 2966,1 Punkten. Die Leitindizes in London und Paris verbuchten Abgaben zwischen 0,4 und 0,6 Prozent. Der Dow-Jones-Leitindex in New York notierte zum Handelsschluss in Europa 0,4 Prozent tiefer.

          Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,19 Prozent am Vortag auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,12 Prozent auf 144,18 Punkte zu. Der Bund-Future sank um 0,22 Prozent auf 167,23 Punkte. Der Eurokurs stieg zeitweise über die Marke von 1,11 Dollar, notierte zuletzt aber wieder knapp darunter. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1090 (Mittwoch: 1,0991) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9017 (0,9098) Euro.

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